Sanneke Rothenberger

Wiesbaden: Doppelschlag von Sanneke Rothenberger

Der Piaff-Förderpreis beim Wiesbadener Pfingstturnier war in diesem Jahr besonders im Fokus, war doch gleichzeitig in die Prüfung die einzige Sichtung zur erstmals stattfindenden U25-EM (die in Hagen ausgerichtet wird) integriert. Die, die am Ende vorne standen, sind auch die, die für die EM in Frage kommen und daher nicht für den Piaff-Preis zählen – da musste man sich vorher festlegen. Ein Doppelschlag gelang der Hessin Sanneke Rothenberger, die mit Deveraux OLD mit 74,442 Prozent den Sieg holte und mit 73,535 Prozent mit Wolke Sieben zudem Zweite wurde. Rothenberger hat nun die Qual die Wahl für die Euro und darf alleine entscheiden, wie U25-Disziplintrainer Jürgen Koschel bestätigte. “Ich werde kurz vor der Euro sehen, wer besser drauf ist. Deveraux ist relativ sicher und freut sich auch bei so einer Kulisse. Wolke ist letztes Jahr aber auch das CDIO in Hagen gegangen und ist eine echte Kämpfernatur. Sie hat richtig Feuer und hat sich in der letzten Zeit enorm gesteigert.”

Dritte in der Prüfung wurde Nadine Husenbeth, die mit der Rheinländer Stute Florida mit 71,419 Prozent vor der Piaff-Siegerin Florine Kienbaum mit Doktor Schiwago einsortiert wurde. “Florida ist zwei wirklich gute Prüfungen gegangen”, freute sich die Reiterin. “Ich hoffe, ich konnte mich hier gut zeigen”, gab sie einen Wink Richtung Koschel. Der erklärte, dass er das Team quasi schon im Kopf habe, aber sich nun erst der Dressurausschuss besprechen müsse. “Dann werden wir die Pferde alle noch mal zur Formüberprüfung in Balve sehen, auch wenn das keine Sichtung mehr ist”.

Die Chancen Richtung EM kann Koschel noch nicht genau einschätzen: “Das Ausland hat gewaltig aufgeholt – aber das finde ich sehr positiv. Das Championat wird einen Wert haben und auch den Weg zu den Senioren beflügeln. Aber wie wir abschneiden, ist schwierig zu sagen, denn wir haben die U25-Reiter noch nicht alle konzentriert auf einem Turnier gesehen. Aber die Mädchen werden mich schon nicht im Stich lassen – die Medaillenränge sind schon möglich.

Foto: Karl-Heinz Frieler