Victoria Max-Theurer trauert um Falcao

Die österreichische Dressurreiterin Victoria Max-Theurer musste von ihrem früheren Erfolgspferd Falcao Abschied nehmen. Im Alter von 26 Jahren musste der Oldenburger Wallach, der im Stall “Falci” genannt wurde, eingeschläfert werden. Mit dem Sohn des Feiner Stern schaffte Max-Theurer den Weg von den Junioren bis in den Grand Prix-Sport. Vierjährig kam der damalige Bundeschampion in den Stall nach Achleiten. “Ich habe mich sofort mit ihm verstanden und mich auf seinem Rücken wie Zuahuse gefühlt”, schreibt die Reiterin auf ihrer Homepage. “Trotzdem haben wir damals im Leben nicht gedacht, wie weit wir es gemeinsam bringen würden.”

Max-Theurers Vater übernahm die Ausbildung, Vici wuchs mit ihm Falcao zusammen. 2000 gehörten sie zum EM-Team der Junioren und brachten gleich Mannschafts- und Einzelbronze nach Hause. Ein Jahr später wiederholte sich der Erfolg, in 2002 gab es sogar zwei Silbermedaillen. Die Junge Reiter-Tour übersprangen die beiden, starteten dann in der kleinen Tour und wagten den Sprung in den Grand Prix-Sport. In Athen 2004 waren die beiden bei ihren ersten Olympischen Spielen am Start. Auch die Folgejahre standen die beiden immer im Championatsteam und 2007 in Turin bei der EM schafften sie den Sprung in ihr erstes EM-Finale. 2008 standen als letztes Highlight erneut die Olympischen Spiele auf dem Programm, ein Jahr später wurde Falcao verabschiedet.

Vici Max-Theurer schreibt auf ihrer Seite: “Wenn man 23 Jahre miteinander verbringt, dann kennt man sich nicht nur sehr, sehr gut, sondern dann ist der andere einfach nicht mehr wegzudenken… So viel hast du mir ermöglicht, Falci! Ich hoffe, ich konnte dir auch nur ein bissl davon zurückgeben. Danke dir – und leb wohl! Du wirst immer in meinem Herzen sein.”