Veränderungen der Führungspositionen bei niederländischer Dressur- und Vielseitigkeitsmannschaft

In Holland war man nach dem Tod von Wim Ernes und der Absage seines Nachfolgers Johan Rockx für eine weitere Arbeit als Bondscoach der Dressurreiter auf der Suche nach einem neuen Trainer. Nun ist er gefunden: Rien van der Schaft wird diese Aufgabe künftig übernehmen. Am 1. Januar wird der 62-Jährige die Tätigkeit aufnehmen. Der einstige internationale Dressurreiter, der von 1979 bis 1983 zum niederländischen Team bei den alternativen Olympischen Spielen, zwei Europameisterschaften und einer WM gehörte, hatte sich 2013 auch auf den Trainerposten in der USA beworben, die Kandidatur aber gegen Robert Dover verloren. Rien van der Schaft hat einen eigenen Dressurstall und selbst zahlreiche Pferde bis zum Grand Prix ausgebildet.

In der niederländischen Vielseitigkeit kommt es nun überraschend zu einem Wechsel an der Spitze. Der Verband hat sich dazu entschlossen, nicht weiter mit Martin Lips zu arbeiten, der viele Jahre erfolgreicher Bondscoach der holländischen Buschreiter war.  Wie Lips gegenüber horses.nl erkärte, kam der Verband auf ihn zu und habe gesagt, dass Lips nicht die Kompetenz habe, um die Reiter in der Dressur reiterlich weiter zu fördern. Lips selbst habe nach den Olympischen Spielen in Rio, wo die Mannschaft in der Dressur nur mittelmäßig war, nach einer Unterstützung für diese Disziplin gefragt. Der Verband allerdings erwarte, dass der Bondscoach für alle drei Disziplinen der Vielseitigkeit ausgebildet sei. Lips erwähnte, dass er bei allen großen Nationen sehe, dass man mit Spezialisten in der Dressur und im Springen arbeite – und er gab zu, dass er diese Kompetenz für Dressur und Springen nicht habe. “Ich frage mich aber auch, wer diesen Job nun erledigen soll”, so Lips, dem gesagt wurde, man habe nicht die finanziellen Mittel für Spezialisten.

Unter Lips gewannen die Niederländer bei den Weltreiterspielen in Caen 2014 Bronze und qualifizierten sich so für die Olympischen Spiele – ein riesen Erfolg für die kleine Nation. Nach Rio, so Lips, habe er Anfragen von zwei europäischen Nationen gehabt. Die eine sei sehr interessant gewesen, allerdings habe er diese agelehnt, weil er von einer weiteren Zusammenarbeit mit dem KNHS ausgegangen sei. Allerdings wolle er nun zusammen mit seinem Sohn Tim das chinesische Team vorerst begleiten.