030 Frie Ch Dujardin Valegro

Valegros erster Aachen-Sieg – und das deutsche Team für die Weltreiterspiele

Was für ein Niveau im Aachener Deutsche Bank Stadion zur abschließenden Kür: Acht Paare knacken die 80-Prozent-Marke. Allen voran: Valegro. Weil Totilas nicht am Start war? Vielleicht. Denn wieder zeigte der KWPN Wallach eine Schwäche, die man bislang nicht von ihm kannte, nämlich Wechselfehler. Dennoch wusste das sympathische Paar zu überzeugen und bekam 87,900 Prozent. Die Britin zog Bilanz: “Ich bin nicht so gut gestartet. Im Grand Prix hatte ich mit Valegro noch nie so viele Fehler, da habe ich mich blamiert. Das hatte mich noch mehr verunsichert. Aber so ist das Leben, alle machen Fehler und ich bin nicht perfekt und Valegro ist es auch nicht.”

Auch nicht ganz fehlerfrei durch die Kür kam Helen Langehanenberg mit dem Westfalen Hengst Damon Hill. Auch hier waren es die Wechsel. 86,025 Prozent standen für die beiden auf dem Zettel. Die Reiterin erklärte: “Ich habe aufgrund der Hitze ein kürzeres Warm-Up gemacht. Dadurch war Damon Hill sehr frisch. Ich freue mich jetzt sehr auf die Weltreiterspiele.”

Nicht weniger darauf freuen dürfte sich Isabell Werth. Zum ersten Mal zeigte sie mit der Fuchsstute Bella Rose ihre Kür, die gerade so noch zu Aachen fertig wurde und mit 85,150 Prozent belohnt wurde. Eine Vorstellung, die ein weiteres Mal zu begeistern wusste. Jeder wird mit Spannung die Zukunft dieses Paares begleiten. Und wenn man schon bei den Weltreiterspielen ist: Zwar wollte der Dressurausschuss nach Aachen zunächst nur die Longlist bekannt geben, legte sich nun aber doch schon fest. Das deutsche Team besteht aus den Nationenpreis-Teilnehmern von Aachen: Matthias Rath/Totilas, Helen Langehanenberg/Damon Hill, Isabell Werth/Bella Rose, Kristina Sprehe/Desperados.

Foto: Karl-Heinz Frieler