Gotthilf Riexinger & Hauke Schmidt

Unstimmigkeiten im Stuttgart German Masters-Team: Riexinger geht

Die Stuttgarter Zeitung titelte heute Morgen: “Der große Mann des Reitturniers hört auf”. Gemeint ist damit Gotthilf Riexinger. Der Turnier-Direktor der Stuttgart German Masters, der über drei Jahrzehnte das Turnier mit führte und zu den Erfindern der erfolgreichen Hallenveranstaltung zählt, wollte laut Angaben in der Zeitung das Turnier noch bis 2017 verantworten und dann – im Alter von 70 Jahren – aufhören. Gerne, so wird er zitiert, hätte er bei der Suche nach einem Nachfolger mitgewirkt und seine Erfahrungen eingebracht, “leider hat man mich übergangen, hinter meinem Rücken Gespräche geführt, übrigens auch mit Sponsoren.”

Das Reiterjournal führte mit Andreas Kroll, dem Geschäftsführer der in.Stuttgart, die als Veranstaltungsgesellschaft für das Turnier verantwortlich zeichnet, ein Interview, indem er entgegnete, dass Gotthilf Riexinger sein Stillschweigen gebrochen habe. Man habe ihn im März über personelle Überlegungen informiert und gemeinsam Stillschweigen vereinbart. Kroll erklärte, man habe für 2017 einen Stabwechsel gewollt, den aber erst kommunizieren wollen, wenn alle beteiligten Personen darüber ihr Umfeld informieren konnten. Immer wieder habe man mit Gotthilf Riexinger eine Nachfolgeregelung thematisiert, um auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Dass sie als Veranstalter nun selbst nach Lösungen gesucht hätten, sei in ihrer Verantwortung, die Riexinger auch akzeptiert hätte.

Nach aktuellem Stand geplant ist es, Gotthilf Riexinger in 2017 zu verabschieden. Für 2017 als Turnierleitung aktiv werden sollen Kai Huttrop-Hage, Geschäftsführer des Hofgut Albführen, Andreas Krieg, der als Springreiter die Nachfolge von Hauke Schmidt einnehmen soll, sowie Carsten Rotermund, der bereits in die Turnierorganisation in der Vergangenheit involviert war.

Foto: Karl-Heinz Frieler