Totilas, Championatskaderberufung und das Team für Aachen

Der Abschlusstag in Perl-Borg im Saarland war der Tag der Entscheidungen: Matthias Rath wurde nach seinen Leistungen in den Championatskader mit Totilas berufen – und ins Team für Aachen. Denn auch den Special konnte das Paar aus Kronberg gewinnen, wenn auch mit einigen Fehlern und nicht in dem deutlichen Abstand wie im Grand Prix. 82,196 Prozent gab es für die beiden, denn gleich zwei Fehler passierten in den Wechseltouren. „Ich wollte es eigentlich nicht so spannend machen“, schmunzelte der Sieger anschließend. „Ich hätte mir lieber Runden wie in Wiesbaden gewünscht. Aber Fehler können passieren und lieber hier als woanders.“ Dicht dran an den beiden war Isabell Werth mit der immer besser werdenden Belissimo-Tochter Bella Rose. 81,647 Prozent bekam das Paar und damit nach dem Grand Prix ein zweites Mal über 80 Prozent. „Ich bin noch ganz euphorisiert“, strahlte Werth über ihre „Wunderstute“, die ihre Hoffnung für künftige Championate ist. Erneut auf Platz drei mit einem „wirklich sehr guten Gefühl“ setzte sich Kristina Sprehe mit ihrem Hengst Desperados (79,725 Prozent).

Nach diesen Ritten – das war klar – bilden diese drei auch das Team von Aachen plus Helen Langehanenberg mit Damon Hill, die wie in Balve Dispenz von der Bundestrainerin bekam. Mit vier Teammitgliedern, die über 80 Prozent gehen können, darf sich die Konkurrenz in Aachen warm anziehen. In der Soers allerdings wird es im Einzelkampf so hochkarätig wie noch nie, denn neben den Spitzenpaaren aus Deutschland wird auch erstmals Charlotte Dujardins Valegro – die Olympiasieger – und die wieder erstarkte Adelinde Cornelissen mit Parzival an den Start gehen.