Isabel Freese & Total Hope OLD

Total Hope macht Hoffnung auf mehr

In diesem Jahr glich der Nürnberger Burg-Pokal in der Frankfurter Festhalle einem Schaulaufen an Hengsten. Acht der zwölf Finalisten waren Vererber – beachtlich.

Sieger wurde der siebenjährige Oldenburger Hengst Total Hope v. Totilas/Don Schufro. Unter seiner Reiterin Isabel Freese zeigte der Vererber, welch Erscheinung er ist – da kommt er ganz nach seinem Vater. Vom Gebäude ähnelt er mehr seiner Mutter – und das ist Isabell Werths Weihegold OLD v. Don Schufro. Eine sportliche Top-Kombination also. Aus der Zucht v. Christine Arns-Krogmann hatte der Rapphengst eine hohe Messlatte zu nehmen, denn vorgelegt waren 78,512 Prozent. Aber Isabel Freese, Bereiterin im Stall des Besitzers Paul Schockemöhle, hat die Nerven und Routine, eine solche Aufgabe entsprechend anzugehen. Sie setzte den Körsieger der Schwedischen Körung von 2016 glänzend in Szene und rief ein Versammlungspotenzial bei Total Hope ab, das in dem Feld seinesgleichen suchte. “Höher kann ein Pferd keine Wechsel springen”, schwärmte Kommentator Christoph Hess – und in der Tat wurde auch einmal die 10 bei den Dreier-Wechseln gezogen. 79,220 Prozent waren es in Summe für Total Hope und Isabel Freese – und der Sieg.

Kira Wulferding & Bonita Springs

Kira Wulferding & Bonita Springs

Das zweitplatzierte Pferd der Prüfung hatte der Chefrichter Dr. Dietrich Plewa klar an der Spitze – mit fast drei Prozent: Bonita Springs. Die leichtfüßige Rheinländer Stute, ebenso erst siebenjährig, v. Boston-Fidertanz aus der Zucht von Ulla Katzorke-Hellweg erhielt 78,512 Prozent. Während Plewa beim Sieger Höhepunkte in der Galopptour sah, sah er ebenso Defizite in der Ausbildung, einen nicht ganz offenen Rahmen, wie man ihn sich wünscht, das Genick nicht immer oben… und genau das immer ideale Seitenbild bei fast derselben Akzentuierheit machte für ihn die Stute zum Sieger im Finale.

Eine tolle Entwicklung in diesem Jahr machte der Hannoveraner Hengst Cadeau Noir v. Christ-De Niro aus der Zucht von Thomas Heuer und im Besitz des Gestüts Bonhomme. Der neunjährige Rappe und seine Reiterin Lena Waldmann wurden von den Richtern auf Rang drei mit 75,537 Prozent gesehen.

Fotos: Frieler