Scott Brash & Hello Forever

Scott Brash spricht nach Disqualifikation über Blutregel

Seit jeher wird die Blutregel im Reitsport diskutiert. Ist es richtig, ein Pferd, das auch nur den Hauch einer Spur von Blut an der Flanke oder im Maul hat, zu disqualifizieren? Ist das wichtig, um den Sport glaubhaft zu halten? Passiert es zum Wohl des Pferdes? Oder wird der Athlet in ein falsches Licht gerückt?

Anlass der Diskussion ist aktuell der Fall vom Wochenende, als der Brite Sott Brash bei der Global Champions League in Portugal disqualifiziert wurde, nachdem an Hello Forever eine minimale Blutspur von einem Steward entdeckt wurde. Das Team Miamy Glory, dem Brash angehörte, wurde damit der Sieg genommen. Gegenüber Horse & Hound erklärte Brash nun, dass er enttäuscht sei, aber das Wohl und das Glück seiner Pferde für ihn und seine Pfleger immer an erster Stelle stehen würden. “Diese Regeln sind für das Wohl der Pferde und um das Gute im Sport zu betonen. Ich bin dafür, aber ich glaube, hier wurde trotzdem eine falsche Entscheidung getroffen”, so Brash. Er wüsste nicht, wann oder wie die fast unsichtbare Spur entstanden sei. Mehrfach habe er das Video vor- und zurückgedreht und nichts finden können. “Die Spur war so klein und höher als normalerweise von einem Sporen möglich. Manche Pferde sind sehr sensibel und bekommen ganz leicht einen Sporensicht, aber Hello Forever nicht”, so der Spitzenprofi. “Und ich habe dieselben Sporen wie immer verwendet.” Seine Schlussfolgerung: “Ich denke, die Regeln müssen verbessert werden, denn es ist ein großer Unterschied zwischen solchen, die wirklich mit dem Sporen ihr Pferd bearbeiten und einer ganz leichten Spur”.

Foto: Stefano Grasso/GCL