Steve Guerdat & Corbinian

Schweiz gewinnt Nationenpreis in Spruce Meadows im Stechen

Der Nationenpreis in Spruce Meadows wurde zu einem echten Krimi, musste doch das Team aus der Schweiz gegen Brasilien im Stechen um den Sieg antreten. Die Schweizer waren am Ende die glücklichen Gewinner, während die Gastgeber aus Kanada auf Rang drei landeten.

 

Das Schweizer Team setzte sich zusammen aus Werner Muff mit Pollendr (9/9), Alain Jufer mit Wiveau M (0/1), Nadja Peter Steiner mit Capuera II (4/9) sowie Steve Guerdat mit Corbinian (4/0). Die Schweizer und die Brasilianer lagen nach beiden Umläufen gleichauf mit 18 Punkten. Die Brasilianer schickten Yuri Mansur Guerios und Quartz de la Lande ins Stechen, die einen Fehler hatten. Die Schweiz, so dachte man, würde Steve Guerdat ins Rennen bringen, doch da der Olympiasieger von 2012 den zehnjährigen Westfalen Wallach noch im Großen Preis am Sonntag reiten wollte, fiel die Entscheidung auf Alain Jufer. “Ich habe gesagt, dass ich das Stechen nicht reiten möchte”, so Guerdat. “Ich habe gedacht, dass ich sehr viel für mein Team gemacht habe. Ich habe heute mein bestes Pferd geritten, was nicht jeder in meiner Situation gemacht hätte mit dem Rolex Grand Prix am nächsten Tag.”

Alain Jufer & Wiveau M

Alain Jufer & Wiveau M

Guerdat und Jufer sind seit Kindheit Freunde – und haben nur zwei Nationenpreise bislang gemeinsam bestritten, beide in Spruce Meadows. Den Nationenpreis nun zum ersten Mal in Kanada zu gewinnen, war daher für Guerdat ganz speziell, vor allem, weil sein Freund das Stechen gewinnen konnte: “Jeder Nationenpreissieg ist etwas besonderes. Das sind immer ganz schwere Prüfungen und wir gewinnen sie nicht sehr oft. Ich weiß nicht, wie viele ich bislang gewonnen habe – aber nicht so viele. Mit Alain zu gewinnen, macht den Sieg noch spezieller, weil wir zusammen aufgewachsen sind und zusammen das Reiten begonnen haben. Das ist ein großartiger Tag für uns.”

Fotos: Spruce Meadows Media Services