Patrick Stühlmeyer & Lacan

Patrick Stühlmeyer: “Das war mein Stechen!”

Als erster Starter musste Philip Rüping (GER) in der Siegerrunde des Großen Preises von Wiesbaden mit dem Hannoveraner Wallach Copperfield ran – und er führte lange. Fast schon sah es aus, als würde keiner mehr diese Zeit holen können. Doch dann kam Patrick Stühlmeyer (GER). Der Reiter aus dem Stall von Bernfried Erdmann und sein bewährter Lacan nahmen volle Fahrt auf und nutzten die Möglichkeiten, die ihnen der Stechparcours bot: lange Weg. “Das war mein Stechen”, erklärte der Championatskaderreiter anschließend. “Das kam uns alles entgegen.” Dabei erklärte Stühlmeyer, dass er gar nicht damit gerechnet hatte, hier zu siegen in der Prüfung, die gleichzeitig Qualifikation für die DKB-Riders Tour war. “Mein Ziel war es, ins Stechen zu kommen”, so der 25-Jährige. Doch schon am Tag zuvor war der Oldenburger Hengst gut drauf und wurde im Stechen mit 19 Teilnehmern respektabler Siebter. “Da habe ich noch nicht alles an Risiko genommen”, so Stühlmeyer. Heute, im Großen Preis aber, da überlegte er nicht lange… “Aber ich hatte nicht gedacht, dass ich gewinnen kann, denn es kam ja noch Admara um die Ecke.” Der Wallach von Carlos Enrique Lopez Lizarazo (COL) hatte am gestrigen Tag die Prüfung gewonnen und wurde nun immerhin wieder Vierter.

Für Stühlmeyer steht nun als nächstes der erste Nationenpreis an, außerdem die Deutsche Meisterschaft in Balve – und dann hofft das Nachwuchstalent auf einen Startplatz in Aachen.

Der Zweitplatzierte im Großen Preis, Philip Rüping, freute sich mit Stühlmeyer – die beiden kennen sich lange und sind befreundet. Mit seinem Erfolg hat er nun in der DKB-Riders Tour die Spitze übernommen vor Andre Thieme und Philipp Weishaupt, die beide keine Punkte im Schlosspark sammelten. “Das gibt mir jetzt etwas Luft”, so Rüping, dessen Pferd Copperfiel nach einer kurzen Zwischenstation bei Alexander Onischenko nun wieder im Besitz seines Chefs Paul Schockemöhle steht. “Ich bin nun auf den nächsten Etappen sicher startberechtigt und kann mir einen guten Plan machen.”

Dritter im Großen Preis wurde Holger Wulschner. Dessen BSC Skipper, ein zwölfjähriger Hannoveraner Wallach, bestritt in Wiesbaden seinen ersten reellen Großen Preis. “Deswegen kann ich damit gut leben”, so der Reiter aus Passin.

Die nächste Etappe der DKB-Riders-Tour führt nun zum Turnier der Sieger nach Münster.

Foto: WRFC/Lafrentz