Vincenco Truppa

Neue Beschuldigungen im Fall Vincenzo Tuppa

Eigentlich war der “Fall” um Dressurrichter und Pferdebesitzer Vincenzo Truppa abgeschlossen. Er wurde im vergangenen Jahr vom italienischen Reitsportverband wegen Vertragsbruch verklagt, weil er Eremo del Castegno, Pferd seiner Tochter Valentina, an den Brasilianer Dr. Jorge de la Rocha verkauft hatte, obwohl das Pferd vertraglich an den Verband bis zu den Olympischen Spielen in Rio mitgebunden war. Truppa wurde daraufhin schuldig gesprochen und von seinen Ämtern enthoben. In den Berufsverfahren scheiterte er, bis er sich mit dem Verband außergerichtlich einigte.

Nun hat sich Dr. Jorge Ferreira da Rocha gegenüber dressage-news.com zu dem Verkauf des Pferdes geäußert. Der Käufer des einstigen Spitzenpferdes von Valentina Truppa behauptet, dass ihm der Wallach als “niemals lahm” verkauft wurde, während Truppa vor dem Verband argumentiert gehabt haben soll, dass das Pferd nicht mehr wettkampffähig sei und daher verkauft worden wäre. Dr. Jorge Ferreira da Rocha, der den Traum hatte, im eigenen Land bei den Olympischen Spielen zu starten, wolle Truppa nicht verklagen, aber er stelle den Medien die Dokumentation seiner Behauptungen zur Verfügung. Truppa, so sagt der Käufer, habe seinen Verband nicht angelogen – das Pferd sei gesundheitlich eingeschränkt gewesen. Sein Traum sei damit geplatzt – und er könne nicht verstehen, wie Truppa vor diesem Hintergrund noch auf der Liste der Offiziellen Richter bei der FEI stehe.

Unterdessen hat Vincenzo Truppa Stellung zu den Vorwürfen genommen. Er gehe davon aus, dass ein Missverständnis vorliege, weil er und der Käufer sich nie getroffen hätten, wie der St. Georg ausführlich berichtet.

Foto: Karl-Heinz Frieler

Quelle: dressage-news.com