David Will & Never Walk Alone

Mit seinem Ersatzpferd gewinnt David Will einen der prestigeträchtigsten Großen Preise

David Will hat eigentlich meistens ein Lächeln im Gesicht. Doch heute war das Lächeln noch etwas größer als sonst. Der 31-jährige deutsche Springreiter siegte in einem der prestigeträchtigsten Großen Preise der Welt, nämlich dem Longines BHS King George V Gold Cup in Hickstead. Mit dem erst neunjährigen Holsteiner Never Walk Alone war er am Ende eineinhalb Sekunden schneller unterwegs als der Europameister Peder Fredricson mit Zacramento und dessen Landsmann Fredrik Jonsson mit Cold Play. Schneller als die beiden wäre immerhin noch der Ire Michael Duffy gewesen, der sich zunächst mit Mullaghdrin Touch The Stars auf dem zweiten Platz wiederfand, aber aufgrund der Blutregel eliminiert werden musste.

Für David Will war der Sieg ein ganz besonderer, denn er hatte eigentlich mit einem anderen Pferd den Großen Preis geplant: “Mit Never Walk Alone war es erst mein viertes Turnier hier. Vor zwei Wochen in Polen haben wir aber bereits den Großen Preis gewonnen. Aber ich wollte ein Pferd reiten, das dann aber etwas REisefieber hatte. Sie hat sich erholt, aber wir dachten, dass es besser wäre, sie nicht zu reiten. Deswegen habe ich kurzerhand Never Walk Alone genommen und das hat sich als großartig herausgestellt. Er ist beide Runden außergewöhnlich gut gesprungen. Er hat wirklich, wirklich gekämpft.”

Zum ersten Mal wurde der BHS King George V Gold Cup 1911 ausgetragen – und die größten Namen der Welt haben ihn bereits gewonnen. “Es ist etwas ganz besonderes, auf der Trophy zu stehen”, so Will. “Ich könnte nicht glücklicher sein. Es ist eine sehr spezielle Arena – ein Pferd muss hier echt mutig sein und sein Bestes geben – und meiner hätte nicht besser sein können.”

Foto: Julian Portch