Kanadische Springreiter sprechen sich gegen Wahl ihres Verbandes aus

Der kanadische Reitsportverband hat bei der FEI Generalversammlung in Tokyo – wie die große Mehrheit – für die neuen olympischen Formatsänderungen gestimmt und damit für das System aus drei Reitern pro Nation ohne Streichergebnis. Doch die Springreiter stehen nicht hinter dieser Entscheidung, wie sie nun deutlich in aller Öffentlichkeit machten. Eric Lamaze, der Bronzemedaillengewinner von Rio: “In Rio hatten wir ein Meeting mit den kanadischen Springreitern, um diese geplanten Änderungen zu diskutieren. Meist ist es schwierig, dass alle Reiter sich auf etwas einigen können, aber in diesem Punkt waren alle Reiter auf einer Linie: nämlich dagegen. Mit dem Eregebnis aus diesem Meeting ist es ein totaler Schock, dass Kanada für das Format mit drei Reitern pro Team gestimmt hat. Das, was die kanadische Föderation gemacht hat, ist nicht der Wunsch der kanadischen Springreiter. Ich akzeptiere den Fakt, dass unsere Stimme am Gesamtergebnis nichts geändert hätte, aber wir hatten eine Entscheidung getroffen und ich glaube, dass unsere Stimmen auch gehört werden sollten. Meiner Meinung nach ist es falsch, dass die kanadische Föderation ihre Wahl geändert hat ohne uns Reiter darüber zu informieren. Wir haben so nicht gestimmt und so wurde es uns auch nicht in Rio präsentiert.”

Auch Tiffany Foster, die im International Jumping Riders Club und der North American Riders Group sitzt, äußerte sich: “Speziell der kanadische Verband hatte uns Springreiter alle in Rio zu einem Meeting gerufen und gefragt, welche Vorschläge wir haben und wie die Position des Verbandes sein sollte. Wir alle waren der Meinung, dass die geplanten Änderungen nicht im besten Interesse der Pferde, der Reiter und des Sports sein würden und dass Kanada gegen die Änderungen stimmen sollte. Was entscheiden ist, dass die Stimmen der Athleten nicht gehört wurden und dass unser eigener Verband gegen uns geht, obwohl sie uns den Eindruck gegeben haben, dass wir alle derselben Meinung sind. Das ist frustrierend und extrem enttäuschend.”