Isabell Werth & Weihegold OLD

Isabell Werth lässt keine Zweifel aufkommen

Mit Spannung wurde das erste Freilandturnier dieser Saison von Isabell Werth und Weihegold OLD erwartet, die in Balve bei den Deutschen Meisterschaften aufgrund einer Verletzung der Don Schufro-Tochter Dispens hatten. Nach dem Sieg beim Weltcup-Finale in Omaha waren die beiden kein Turnier mehr gegangen. Und das Paar zeigte, warum es aktuell die Nummer eins in der Welt ist: Mit 83,171 Prozent war der Sieg im Grand Prix beim CHIO Aachen deutlich. US-Amerikanerin Laura Graves, die im Vorfeld eine Kampfansage an Werth machte, musste sich dann doch mit Rang zwei und 79,514 Prozent zufrieden geben. Doch die stärkste Konkurrentin hatte auch Fehler in den Zweier-Wechseln. Isabell Werth jedenfalls sprudelte wieder zufrieden los: “Weihe war sehr fokussiert und konzentriert. Ich glaube, sie war glücklich, sich wieder präsentieren zu können.” Einziger Fehler in der Prüfung: Der Wechsel zwischen den Pirouetten war nachgesprungen.

Dritter im Grand Prix wurde Sönke Rothenberger (GER) mit seinen 78,757 Prozent auf Cosmo. Damit liegen die Deutschen deutlich vorne vor dem Special mit insgesamt 236,457 Prozent vor den USA mit 222,842 Prozent und den Dänen mit 218,457 Prozent.

Die deutsche Bundestrainerin Monica Theodorescu zog ein Zwischenfazit: “Ich bin sehr zufrieden. Hubertus hatte Pech mit dem Erschrecken gleich zum Auftakt und dann waren die Punkte nicht euphorisch. Aber er hat eine gute Runde gezeigt. Doro hatte schon gut vorgelegt. Es ist beeindruckend, wie sauber sie da durchgeritten ist und das in der ersten Grand Prix-Saison des Pferdes – die beiden haben eine tolle Entwicklung gemacht. Sönkes Pferd ist in einer tollen Verfassung. Das mit dem Zählen müssen wir noch üben, aber die beiden hatten gigantische Höhepunkte. Naja, und Isabells Stute war nach der langen Pause einfach souverän. Ihr fällt alles leicht und alle Kriterien, die der Grand Prix verlangt, sind bei ihr Spitzenklasse.”

Foto: Stefan Lafrentz