Große Enttäuschung im deutschen Dressurlager: Totilas und Rath bleiben Zuhause

Es sah alles so gut aus: Das Comeback von Matthias Rath und Totilas verlief vielversprechend, sogar besser, als die meisten wohl erwartet hätten. Goldhoffnungen auf die Einzelmedaille konnten sogar gehegt werden, nachdem der Hengst in Aachen auch den zuletzt unbesiegten Valegro zwei Mal schlagen konnte. Doch nun kam die schockierende Meldung aus dem Trainingslager in Perl-Borg für das deutsche Team: Totilas wird nicht in die Normandie fahren. Kurz vor der Abreise (morgen geht es los) trat sich Totilas gegen ein bestehendes Überbein, was schmerzhafte Reaktionen zur Folge hatte. Nach intensiver Beratung mit der Mannschaftsführung, der Tierärztin des Teams und dem Reiter wurde entschieden, zum Wohle des Pferdes auf die Teilnahme an den Weltreiterspielen zu verzichten. Matthias Rath schreibt auf seiner Homepage: “Für mich war dieses Jahr und damit natürlich auch besonders das Comeback von Toto unglaublich toll und die Vorfreude auf die Weltreiterspiele enorm. Totilas war in Topform, und dass wir nun so kurzfristig absagen müssen, fällt mir unsagbar schwer.”

Für Matthias Rath und Totilas rücken nun Fabienne Lütkemeier und D’Agostino ins Team nach, die schon bei der EM in Herning ihr erstes Championat bestritt. Schon in Dänemark konnte das deutsche Team Gold gewinnen und auch ohne Matthias Rath und Totilas stehen die Chancen für die Deutschen mehr als gut. Doch die große Chance auf eine zusätzliche Einzelmedaille (die besteht auch bei anderen deutschen Teammitgliedern) ist natürlich vergeben – und die große Möglichkeit von Matthias Rath, das Gold, das Edward Gal mit dem Hengst gewinnen konnte, zu verteidigen, auch.