Old Water Complex (A)

Geländebegehung mit Andreas Ostholt

Da Andreas Ostholt in seiner Reserverolle der deutschen Buschreiter unfreiwillig viel Zeit hat, ging er exklusiv mit globalequestriannews.com die Geländestrecke ab. Hier seine Eindrücke…

Copacabana Flower Bed

Copacabana Flower Bed

Hindernis 1 (Copacabana Flower Bed): Ein einladender Sprung, einfach schön. Die Pferde haben vorher ein schönes Stück Galoppstrecke, das ist nicht immer der Fall.

Arch of Lapa

Arch of Lapa

Sprung 2 (Arch Of Lapa): Den finde ich nicht so richtig schön. Einige Pferde sind am Anfang so richtig auf Strom und übermotiviert, der Sprung ist luftig und steil genug. Man sollte das Pferd nicht zu sehr ran laufen lassen.

Picnic Table

Picnic Table

Hindernis 3 (Picnic Table): Ein klassischer, schöner Tisch, normal hoch und weit.

Botanical Garden Water Jump

Botanical Garden Water Jump (A)

Botanical Garten Water Jump BC + D

Botanical Garten Water Jump (BC + D)

Botanical Water Jump D

Botanical Water Jump (D)

Sprung 4 ABCD (Botanical Barden Water Jump): Das erste Wasser kommt sehr früh. Der Einsprung geht leicht bergab, man sollte hier versuchen, ruhig reinzuspringen – aber da der Sprung aus der Wendung kommt, ist die Gefahr relativ klein, es zu schnell anzugehen. Mit vier Galoppsprüngen geht es zu B/C und dann raus aus dem Wasser. Die Alternative ist eine Two-Star-Aufgabe. Ich glaube nicht, dass sie hier viele nehmen, es sei denn, man hat den Eindruck, seinem Pferd erstmal ein gutes Gefühl mitgeben zu müssen. Danach folgt ein schöner Anstieg – hier sollte man die Pferde von alleine hochziehen lassen und gar nicht auf die Uhr gucken.

Pine Wood Ramp

Pine Wood Ramp

Hindernis 5: Dieses Hindernis sieht relativ unscheinbar aus, aber hier geht es nach dem langen Bergauf wieder ins bergab Man sollte sein Pferd schon auf den Füßen haben, es ist eine reelle Triple-Barre. Aber die Pferde werden sie springen.

Corners Question AB

Corners Question (AB)

Corners Question (B)

Corners Question (B)

Hindernis 6 (Corners Question): Das ist eine richtige Aufgabe. Eventuell werden manche Reiter zu B etwas curven, das Pferd ein bisschen aus der Linie und aus dem Blick zu B nehmen. Die Alternative ist wieder eine Zwei-Sterne-Aufgabe, kostet aber richtig Zeit. Ich denke, es hängt von den ersten Pferden ab, wie hier geritten wird. Wenn die ersten Pferde mit gespitzten Ohren von A nach B mit vier Galoppsprüngen durchziehen, wird es hier einige Vorbeiläufer geben. Dieser Sprung wird wirklich mit den ersten fünf bis zehn Pferden entschieden. Aber passieren wird hier nichts – die Pferde laufen höchstens vorbei. Wer über die Kombination sechs gut drüber gekommen ist, kann mit breiter Brust weiterreiten. Dann wird alles einfacher. Wenn man hier einen ersten unsicheren Moment hatte, wird man anfangen, zu überlegen.

Burghley Fence

Burghley Fence

Hindernis 7 (Burghley Fence): In diesen Graben kann man einen Golf reinstellen, aber die Pferde kommen aus der Ebene an und nehmen den Graben gar nicht wahr, höchstens, wenn sie schon in der Luft sind. Der sollte keine Probleme bereiten.

Pao d Azucar (AB)

Pao D Azucar (8 AB)

Pao D Azucar (C)

Pao D Azucar (8 C)

Hindernis 8 (Pao D Azucar): Nach einem langen Galopp mit nur dem Fliegesprung dazwischen geht es den Berg rauf zu 8 A/B und dann weiter auf C mit einem coffinartigen Effekt. Man muss die Pferde hier einmal schließen, aber das sollte kein Problem sein.

Pao D Azucar

Pao D Azucar (9)

Hindernis 9 (Pao D Azucar): Die Aufgabe von 8 C auf 9 ist mit drei Galoppsprüngen gedacht, aber es gibt sicherlich wenige Pferde, die hier vier machen. Von der Optik her ist das ein ungewöhnliches Trapez, aber die Pferde werden es sicher springen.

The Bamboo Keyhole

The Bamboo Keyhole

Hindernis 10 (The Bamboo Keyhole): Ein klassisches Eulenloch.

Pan Am Wall Combination (11 AB)

Pan Am Wall Combination (11 AB)

 

 

 

Pan Am Wall (12)

Pan Am Wall (12)

Hindernis 11/12 (Pan Am Wall Combination): 11 A ist ein ehrlicher Aufsprung mit drei Galoppsprüngen zu B. Die Linie von B zu Sprung 12 sehen die Pferde – das sollte eigentlich überhaupt keine Probleme bereiten. Die eigentlich gefragte Aufgabe “Schräg-Schräg” ist eher zahm gebaut.

Amazonian Log

Amazonian Log

Hindernis 13 (Amazonian Log): Ein schöner Sprung zwischendurch. Hier könnte man sich sogar überm Sprung umgucken und winken – aber vermutlich stehen hier gar keine Zuschauer (lacht).

Narrows Wood Piles

Narrows Wood Piles

Hindernis 14 (Narrows Wood Piles): Wuchtig, aber unproblematisch. Präzise reiten sollte man aber schon.

Log Pile and Ditch

Log Pile and Ditch

Hindernis 15 (Log Pile and Ditch): Auf dem Weg zum zweiten Wasser einfach ein ganz normaler Tisch.

Old Water Complex (A)

Old Water Complex (A)

Old Water Complex (BC)

Old Water Complex (BC)

Hindernis 16 (Old Water Complex): Ein Standard-Wasser-Komplex. Eigentlich hätte das auch das erste Wasser sein können. Es ist freundlicher als das erste Wasser.

Palm Tree Question (A)

Palm Tree Question (A)

Palm Tree Question (B)

Palm Tree Question (B)

Hindernis 17 (Palm Tree Question): Hoffentlich nehmen die Pferde 17 A ernst genug. Von A auf B sind es fünf Galoppsprünge hin zu der luftigen Ecke. Die Alternative kostet eigentlich keine Zeit und ich glaube, dass sich viele eher für die zwei Steilsprünge in der Alternative entscheiden werden.

 

The Flower Boxes

The Flower Boxes

Hindernis 18 (The Flower Boxes): Ein schöner Erholungssprung zwischendurch.

Ski Jump (19)

Ski Jump (19)

Ski Jump (20A)

Ski Jump (20A)

Ski Jump (20 AB)

Ski Jump (20 AB)

Hindernis 19/20 (Ski Jump): Ein Pferd, was reell ausgebildet ist, schnurrt hier durch. Bei Sprung 19 sollte man schon mit Druck rüber wollen, aber mit Ruhe – und dann muss man einfach sitzen. Auf 20 A sind es drei Galoppsprünge und erneut drei zu B. 20 A ist schon gut hoch, deswegen sollte man die Kombination nicht unterschätzen (s. Foto mit Andreas).

Wood Pile Launch

Wood Pile Launch

Hindernis 21 (Wood Pile Launch): Einer der vielen Bergab-Sprünge von Michelet, aber dadurch, dass sie immer in die Schräge reingehen, sind sie eher unproblematisch für die Pferde.

White Oxer

White Oxer

Hindernis 22 (White Oxer): Ein normaler, offener Oxer.

Malmesbury Cottage (23)

Malmesbury Cottage (23)

Malmesbury Cottage (24)

Malmesbury Cottage (24)

Hindernis 23/24 (Malmesbury Cottage): Ein ungewöhnlicher Sprung relativ zum Ende, um den Acht-Minuten-Punkt. Man muss den Pferden verständlich machen, dass das Hindernis 23 eine Ecke ist und kein Tisch. Sie dürfen den Tisch nicht als Tisch wahrnehmen. Ich würde daher das Pferd ganz rechts halten – dann sieht es nur die Ecke. Beim Weg zum Gatter nach 23 ist die Frage, wie wendig die Pferde nach der Zeit noch sind. Ich würde etwas weiter raus reiten, um relativ gerade auf das Gatter zu kommen. Normal sind es aber vier Galoppsprünge. Wenn die Pferde bei der Wendung zum Gatter nicht balanciert genug sind, können sie hier mal schnell ein Bein stehen lassen.

Web Waterjump (A)

Web Waterjump (A)

Web Waterjump (B)

Web Waterjump (B)

Hindernis 25 (Web Waterjump): Der Einsprung ist relativ unspektakulär. Ich hatte überlegt, ob man im Wasser über die Zika-Mücke springen kann, um dann besser zu B zu kommen, aber da dann die eigentliche Aufgabe hinfällig wäre, ist das sicherlich nicht möglich. Zu B aus dem Wasser direkt wird es sehr eng, man muss das Pferd bei sich behalten und dann nach rechts wenden. Hier heißt es wirklich: Augen aufhalten. Die Pferde müssen wissen, dass das Wasser noch nicht abgeschlossen ist.

Bamboo Vertical

Bamboo Vertical

Hindernis 26 (Bamboo Vertical): Der einzige Sprung, der nicht auf Maß ist. Der ist relativ flach. Wenn man hier in Vollgas hinreitet, kann man bei Unkonzentriertheit schnell einen Stolperer riskieren.

Fruit Waggon

Fruit Waggon

Hindernis 27 (Fruit Waggon): Ein Tisch, der relativ eng ist und dafür tief genug.

Fischerman's Lake (28)

Fischerman’s Lake (28)

Fisherman's Lake (29 AB)

Fisherman’s Lake (29 AB)

Andreas auf dem Weg zu den schrägen Fischen

Andreas auf dem Weg zu den schrägen Fischen

Fisherman's Lake (30)

Fisherman’s Lake (30)

 

 

 

 

 

 

Andreas findet den Frosch toll

Andreas hat an dem Frosch Gefallen

Hindernis 28/29AB/30 (Fisherman’s Lake): Der Einsprung hat genug Tiefe. Mit drei Galoppsprüngen geht es von der 28 auf die zwei schrägen Fische. Von A auf B sind es zwei normale Galoppsprünge – eher untypisch für Michelet, der sonst sehr auf vorwärts baut. Auch auf den Frosch sind es drei ganz normale Galoppsprünge. Die Aufgabe ist ganz klar mit der schnurgeraden Linie. Die Alternative führt komplett durchs Wasser und nimmt viel raus.

Knowledge Bridge

Knowledge Bridge

Hindernis 31 (Knowledge Bridge): Das ist noch mal ein ordentlicher Sprung. So kurz vor Ende der Prüfung ist er wunderbar vorgebaut – da kann keiner zu dicht dran kommen.

 

Brush Fence

Brush Fence

Hindernis 32 (Brush Fence): Ein Sprung, der auch müden Pferden keine Probleme bereitet.

Sambodromo

Sambodromo

Hindernis 33 (Sambodromo): Das Ende – es ist geschafft.

Andreas Ostholts Fazit: Es gibt viele Hindernisse, an denen korrektes Reiten gefragt ist, das Trapez bergab beispielsweise, das Gatter… Es gilt also ehrlich auf den Linien zu reiten. Entscheidend ist Hindernis 6 – da entscheidet es sich im Kopf der Reiter und auch die Teamorder wird hiernach ausgerichtet. Das viele Hoch-Runter bei nur 10:15 Minuten – eine eh schon knappe Zeit – ist eine Herausforderung. Es wird aber welche geben, die in der Zeit bleiben – Michi auf jeden Fall.