Ulla Salzgeber & Herzruf's Erbe

Freude und Ärger bei Ulla Salzgeber

74,880 Prozent – das war der Sieg für Ulla Salzgeber und Herzruf’s Erbe im Grand Prix von Frankfurt. Da ist noch Luft nach oben, fällt beim Blick auf die Prozente auf – und in der Tat: Die Einerwechsel waren fehlerhaft und hier blieben viele Punkte liegen. Die Reiterin weiß, woran es lag – an ihr: “Ich ärgere mich über mich selber. Herzi hatte ja schon immer Wechselprobleme, aber in der letzten Zeit lief es immer fehlerfrei. Ich war wohl ein bisschen zu selbstsicher und bin nicht so konzentriert hin geritten. Das habe ich nicht gut gemacht.” Dennoch freute sich die zweifache Olympiasiegerin über ihren Erfolg und auch darüber, wieder in Frankfurt zu sein. Schon einige Jahre war sie nicht mehr in der “Gudd Stubb”, hatte sich aber gleich mit dem Look in Lila angefreundet. Doch einen Verbesserungsvorschlag äußerte sie: “Ich finde das Lila wunderschön, das sieht edel aus, aber ich mag Lila nicht kombiniert mit roten Nikoläusen.”

Einen klaren Fahrplan für die Saison hat Salzgeber außerdem: Nach Frankfurt geht es nach Mechelen zur World Dressage Masters, dann gibt es eine Weihnachtspause und dann folgen die Weltcup-Turniere in Neumünster und Göteborg. Und der Wunsch nach einem weiteren Championat, ist der noch da? “Klar probiere ich es, mir einen Teamplatz zu angeln, aber wenn es nicht klappt, geht die Welt nicht unter.” Mit den Hufen allerdings scharrt sie wieder und auch mit ihrem Job als Trainerin der kolumbianischen Mannschaft lässt sich ihre eigene Karriere zur Zeit gut kombinieren. “Ich habe jetzt eine echt gute Truppe im Stall, alles ist homogen, deswegen macht es jetzt auch wieder so viel Spaß”, erklärte Salzgeber. Die ließ im Grand Prix übrigens die Schweizerin Marcela Krinke-Susmelj mit Smeyers Molberg (72,320 Prozent) und Benjamin Werndl mit Der Hit (71,540 Prozent) hinter sich.

Foto: Karl-Heinz Frieler