Michael Jung & fischerChelsea

Frankfurt: Michael Jung in Weihnachtsstimmung

Erfolge zählt Michael Jung schon lange nicht mehr. Das sind mittlerweile einfach zu viele geworden. Deswegen wusste er auch nicht in der Pressekonferenz nach dem Erfolg im Champions Cup mit der Westfalen Stute fischerChelsea, seine wievielte Weltranglistenprüfung er wohl gewonnen hat. “Ein paar waren es schon, glaube ich”, schmunzelte der Reiter aus Horb. “Aber hier auf diesem tollen Turnier, in dem Rahmen – das ist etwas Besonderes für mich.” Hier, in Frankfurt, komme man schon richtig in Weihnachtsstimmung, schwärmte der zweifache Olympiasieger der Vielseitigkeit. fischerChelsea, seine neunjährige Check In-Tochter, sei sehr sensibel und kompliziert zu reiten, habe aber so richtig viel Energie und Motivation – und das mache es in so einer Siegerrunde einfacher. Über eine Sekunde nahm er dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson mit dem Holsteiner Wallach Oak Grove’s Carlyle ab. Der zollte Michael Jung Respekt: “Er ist es gewohnt, hohes Tempo zu reiten und ist gut in Wendungen. Er war einfach deutlich schneller. Hut ab!” Platz drei ging an den Italiener Luca Maria Moneta mit Ambra, der wie Michael Jung den Spirit der Veranstaltung lobte.

Michael Jung auf die Frage, ob er weiterhin Ambitionen habe, mal ein Championat im Springreiten zu bestreiten: “Ich möchte mich auf jeden Fall weiterentwickeln und ich glaube, dass ich ganz tolle talentierte junge Pferde habe. Aber ich muss mir auch gut überlegen, wie ich sie einsetze. Ich weiß aber auch, dass das alles weit weg ist. Drei Mal hat es heute geklappert im Parcours. Aber meine Träume sind die tägliche Motivation, aufzustehen.”

Foto: Stefan Lafrentz