Steve Guerdat & Alamo

Dritter Weltcup-Finaltitel für Steve Guerdat – der Schweizer ist das Maß der Dinge

Es ist kein Wunder, dass Steve Guerdat seit vier Monaten die Weltranglistenposition eins besetzt. Seit Jahren gehört der Schweizer Springreiter zu den besten, auch auf Championaten. Für ihn zählt der Sport und akribisch arbeitet er auf die Highlights in der Saison hin. So konnte der Olympiasieger von 2012 nun ein drittes Mal ein Weltcup-Finale gewinnen. Im Scandinavium von Göteborg kam es erneut zu einem internen Schweizer Duell – wie schon um die Medaillen bei der WM im vergangenen Jahr. Während Martin Fuchs in Tryon seinen Kumpel und Trainingspartner Steve Guerdat auf dem Bronzeplatz hinter sich ließ, war nun Guerdat einen Wimpernschlag voraus. Mit dem elfjährigen KWPN Wallach Alamo v. Ukato ging er mit der besseren Ausgangsbasis in die zwei Finalrunden, hatte auf dem Punktekonto einen Zählerstand von zwei, während Fuchs drei Fehlerpunkte zu verzeichnen hatte. Beide hatten allerdings noch Reiter vor sich, waren also auf die “Mithilfe” angewiesen.

Während der bis vor dem Finale Führende Eduardo Alvarez Aznar mit Rokfeller de Pleville Bois Margot im ersten Umlauf am heutigen Tage mit acht Punkten schon gleich zurückfiel, blieb auch der Zweitplatzierte Peder Fredricson mit Catch Me Not auf eigenem Untergrund nicht ohne weiße Weste – er hatte einen Abwurf. Somit waren Steve Guerdat und Martin Fuchs auf seinem bewährten Clooney vor dem abschließenden Springen auf eins und zwei und hatten “nur” die Nerven zu bewahren. Wenn es immer so leicht wäre… Aber sie ließen es leicht aussehen.

Zwar hatte Daniel Deußer (GER) mit Scuderia 1918 Tobago Z mit einer fehlerfreien Runde im zweiten Umlauf die Latte hoch gelegt, ebenso wie dann Peder Fredricson (der damit Bronze gewann), aber Fuchs und Guerdat gaben sich keine Blöße und absolvierten den Parcours geradezu spielerisch. Steve Guerdat ist somit ein drittes Mal Final-Gesamtsieger, Martin Fuchs und Clooney wurden Zweite.

Foto: FEI/Liz Gregg