Klaus Roeser & Monica Thedorescu

Absage nun offiziell: Keine Kür in Tryon

Nachdem die Kür bereits am Morgen so gut wie abgesagt war, wurde dann kurzerhand neu überlegt, ob man die Dressur Kür nicht in der Reining-Halle machen könnte. Doch nun ist klar: Es wird keinen Weltmeister in der Kür geben. Der heftige zu erwartende Regenfall für Sonntag lässt keine Wettbewerbe zu. Die Offiziellen und Chef d’Equipes haben häufig diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, doch die Logistik hat es nicht zugelassen, eine Kür auszutragen, so ist es aus dem offiziellen Statement zu entnehmen. Michael Stone, Präsident des Organisationskomitees, sagte: “Es war keine leichte Entscheidung, aber wir sind alle Optionen durchgegangen, auch, die Flüge zu verschieben und den Boden in der Reining-Halle auszuschauten, aber die Logistik lässt all das nicht zu.” Er erklärte weiter, dass sie wüssten, wie enttäuschend das für alle Athleten sei, ebenso für die Zuschauer, die Tickets gekauft hätten, aber es hätte keine andere Wahl gegeben.

Der deutsche Chef d’Equipe, Klaus Roeser, erklärte: “Dem Veranstalter war die Entscheidung alles andere als egal, das kann ich sagen. Die Überlegungen, etwas anderes zu machen, kamen nur zu spät. Für uns Europäer fiel der Montag raus, weil unsere Flüge alle am Montag gehen und die nicht mal eben umgebaut werden konnten. Aber wir haben Vorschläge gemacht, die aber nicht umgesetzt werden konnten offensichtlich. Wir hätten im kleinen Stadion reiten können, aber auch im großen heute. Man muss sich schon die Frage stellen, warum ein einzelner Sprung der Vielseitigkeit im Stadion stehen muss, wenn da eh keiner sitzt. Aber das ist meine persönliche Meinung. Der Vorschlag, Montag zu reiten, war für uns indiskutabel – wir können die Pferde nicht nach einem Wettkampf ins Flugzeug stellen – das ist ein veterinärmedizinisches No-Go.”

Auch die deutsche Bundestrainerin Monica Theodorescu war enttäuscht, dass keine Alternative gefunden werden konnte. Doch sie machte klar: “Nach dem vielen Hin und Her ist man jetzt irgendwie auch durch. Ich bin froh, dass es jetzt nach Hause geht. Wir hatten zwei tolle Wettkämpfe. Aber natürlich wäre eine Kür vor fast vollem Stadion toll gewesen.”

Foto: Stefan Lafrentz