Zwei Medikationsfälle bei den Weltreiterspielen

Die FEI hat bekannt gegeben, dass zwei Pferde bei den FEI World Equestrian Games positiv im Sinne einer Controlled Medication getestet wurden. Darunter fallen Substanzen, mit denen Pferde regelmäßig behandelt werden, die im Wettkampf aber verboten sind.
Eine positive Probe resultierte vom Pferd Tra Flama aus dem Distanzreiten von der Südafrikanerin Gillese de Villiers. Phenylbutazone (Schmerzstiller) und Oxyphenbutazone wurden bei ihrem Pferd gefunden.
Auch beim Pferd Qualao des Mers wurde eine verbotene Substanz gefunden – und das ist das Pferd des französischen Vielseitigkeitsreiters Maxime Livio, der im Einzel auf Platz fünf landete und mit der Mannschaft auf Platz vier. Hier wurde die Substanz Acepromazine gefunden, das zur Beruhigung eingesetzt wird. Dieses Mittel wurde schon mal bei Meredith Michael-Beerbaums Shutterfly beim Weltcupfinale in Mailand gefunden. Die positive Probe dürfte schwerwiegende Folgen für das französische Vielseitigkeitsteam haben, denn mit Platz vier hatten sie die Olympia-Qualifikation geschafft. Die dürfte nun annulliert werden.
FEI Generalsekretär Ingmar de Vos sagt: “Wir hatten saubere Weltreiterspiele in Kentucky 2010 und auch bei den Olympischen und Paraolympischen Spielen 2012. Unser System funktioniert und gibt eine klare Botschaft an unsere Athleten, dass sauberer Sport die absolute Priorität hat. Vor den Weltreiterspielen haben wir eine Kampagne gestartet und haben allen Teilnehmern auch Pre-Tests angeboten. Deswegen bin ich sehr enttäuscht, dass wir zwei positive Fälle haben, weil bei beiden Substanzen bekannt ist, dass sie nicht erlaubt sind. Auch wenn es sich hier nicht um Dopingfälle handelt, sondern um verbotene Medikation, nehmen wir das sehr ernst.”
Außerdem bestätigte die FEI, dass alle weiteren genommenen Proben in Dressur, Para-Dressur, Reining, Distanz und Eventing negativ waren. 137 Pferde wurden insgesamt getestet, 49 in der Distanz, 24 im Eventing, 22 in der Dressur, 21 im Reining und 21 in der Para-Dressur.
Eine automatische Disqualifizierung in beiden Fällen wird nicht stattfinden. Erst werden die Fälle vor das FEI Tribunal gehen.