Matthias Rath & Totilas

Werth und Schockemöhle erwarten Karriereende von Totilas

Sjef Janssen, Trainer von Matthias Rath und Totilas, hat bereits im niederländischen Fernsehen verkündet, dass der Auftritt des schwarzen Hengstes in Aachen sein letzter gewesen sein könnte. Isabell Werth, Teamkollegin von Matthias Rath, sprach davon, dass wir jetzt nicht die ganze Zeit Totilas hinterherweinen sollten. “Die EM war eine Zäsur, eine Art Selbstreinigungsprozess”, so die Championatserfahrene. “Ich wünsche Matthias und dem Pferd einen schönen Abschluss, aber hoffe, dass das Thema jetzt für alle abgehakt wird und dass die Championatskarriere beendet ist.”

Ganz ähnlich wie Werth sprach sich nun auch Mitbesitzer Paul Schockemöhle aus. Der Mühlener sagte gegenüber der BILD, dass zwar die Familie Rath/Linsenhoff für den Sport zuständig sei, aber er sich nicht wehren würde, wenn sie sagen, dass Totilas nicht mehr in den Sport zurück kommen würde. “Ich bin derzeit der Meinung, dass es nicht gut wäre, wenn er zurückkehrt”, so Schockemöhle. “Das Karriereende ist nicht abwegig.”

Bundestrainerin Monica Theodorescu schlug eine etwas andere Richtung ein. “Ich finde es furchtbar traurig für Matthias, dass sich Totilas wieder verletzt hat. Für ihn wird es jetzt schwierig, zurückzukommen, er wird ja 16 Jahre. Aber ich würde es Matthias wünschen.”

Ob der Einsatz von Totilas bei der EM in Aachen trotz offensichtlicher Probleme bereits im Vet-Check und beim Abreiten Konsequenzen haben wird – und wenn ja, in welcher Weise – ist noch nicht absehbar. Sportchef Dr. Dennis Peiler jedenfalls erklärte deutlich: “Wir werden die ganze Sache nach Aachen gründlich aufbereiten – und dann werden Entscheidungen getroffen.”

Foto: Karl-Heinz Frieler