Werner Muffs Schweizer Meistertitel aberkannt

Bei Werner Muffs Meisterschaftspferd Pollendr wurden während der Meisterschaft vom 16. bis 20. September Restspuren des für Pferde nicht zugelassenen Schmerzmittels Tramadol bzw. dessen Hauptmetabolit O-Desmethyltradmadol (ODMT) gefunden. Wegen der Null-Toleranz-Regel wurde Muff von der Sanktionskommission und dem Verbandsgericht nachträglich von der Meisterschaft, bei der er Gold gewann, disqualifiziert, für sechs Monate gesperrt und mit 1000 Franken bestraft. Allerdings legte der Reiter gegen dieses Urteil Beschwerde ein und mit Hilfe von ärztlichen Attesten und wissenschaftlichen Gutachten konnte er einen Vergleich erreichen. So hätte nach Ansicht des die B-Proben-Analyse überwachenden “Witnessing Analysts” die Dopingprobe nicht als positiv gewertet werden dürfen, weil die für einen eindeutigen Befund vorgeschriebenen Mindestkriterien bei der B-Probe nicht erfüllt waren. Und selbst wenn der Urin des Pferdes tatsächlich etwa 1 bis 20 ng/ml ODMT enthalten hätte, dann nicht wegen einer Verabreichung von Tramadol, sondern wegen einer unbewussten und unbeabsichtigten Kontamination.

Der SVPS und Werner Muff einigten sich vor der Schlichtungsbehörde des Kantons Bern darauf, dass die Sperre und die Geldstrafe aufgehoben werden, die Disqualifikation aber bestehen bleibt und von Muff akzeptiert wird. Hauptgrund für den Vergleich war aus Sicht des Verbandes, dass es sich in diesem Fall um einen Expertenstreit größeren und langandauernden Ausmaßes gehandelt hätte, bei dem der Ausgang an ordentlichen Gerichten in keiner Weise voraussehbar gewesen wäre und immense Kosten verursacht hätte.

Die Goldmedaille erhält nun nachträglich Edwin Smits mit Dandiego B Z.