Kent Farrington & Gazelle

Wellington: Kent Farrington und Gazelle machten zu viel Druck

Der Team-Silbermedaillengewinner von Rio, Kent Farringon, siegte mit der elfjährigen belgischen Warmblutstute Gazelle im gestrigen 380.000 US-Dollar Grand Prix beim Winter Equestrian Festival in Wellington. In einem Stechen mit insgesamt elf Kombinationen ließ er den Brasilianer Luiz Francisco de Azevedo mit Comic und seine Landsfrau Catherine Tyree mit Bokai auf den Plätzen zwei und drei zurück. Mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde Vierte wurden Eric Lamaze und Fine Lady.

Die aktuelle Nummer zwei der Welt, Farrington, erklärte im Anschluss seine Taktik: “Eigentlich versuche ich in einem Stechen immer die Stärken meines Pferdes auszuspielen – außer, wenn nur drei im Stechen sind, dann hat man eventuell eine andere Strategie. Da ich aber wusste, dass nach mir Eric Lamaze und Fine Lady kommen und die beiden eine Siegerkombination sind, weil sie superschnell gegen die Uhr sind, war mein Plan, dass ich an das Limit meines Pferdes gehen muss. Mir war klar, dass ich den Druck auf ihn so hoch setzen muss, wenn ich eine Chance zum Sieg haben will. In dieser Art von Arena ist sein Pferd vermutlich das schnellere, deswegen musste ich so viel Druck machen, dass er eventuell einen Fehler macht. Glücklicherweise hat das funktioniert.”

Luiz Francisco de Azevedo & Comic

Luiz Francisco de Azevedo & Comic

Mehr als zufrieden war auch der Zweitplatzierte De Azevedo m it seinem zehnjährigen niederländischen Warmbluthengst Comic v. Verdi/Heartbreaker, der nächste Woche im CSIO Nationenpreis gehen soll: “Für mich ist es wie ein Sieg, hinter Kent Farrington Zweiter zu werden. Ich bin so glücklich mit meinem Pferd. Wir haben ihn gekauft als er erst sechs war und haben ihn aufgebaut. Mein Ziel war es, mal so weit zu kommen wo wir nun sind. Deswegen kann ich Gott nur danken.”

Catherine Tyree & Bokai

Catherine Tyree & Bokai

Erst seit Juli reitet Catherine Tyree den elfjährigen KWPN Wallach Bokai v. Up To Date/Ferro. Nun erreichte die US-Amazone ihre bislang höchste Fünf-Sterne-Platzierung mit Rang drei – und es war das erste Fünf-Sterne-Turnier mit Bokai: “Wir sind ja noch relativ neu ein Paar. Ich wollte einfach reingehen und ein flüssiges Stechen reiten. Ich bin es noch nicht gewohnt, schnell bei dieser Höhe zu reiten. Ich wusste außerdem, dass Kent und Eric nach mir kommen  und sie vermutlich schneller sein würden, deswegen setzte ich auf eine flüssige fehlerfreie Runde – und er ist fantastisch gesprungen.”

Fotos: Sportfot