Christian Ahlmann & Clintrexo Z

Von A bis Z optimal: Christian Ahlmann und Clintrexo Z

Zum ersten Mal konnte Christian Ahlmann den Großen Preis von Wiesbaden gewinnen. “Bislang waren die anderen irgendwie besser”, schmunzelte der Reiter aus Marl. In diesem Jahr wollte er es wissen. Mit dem erst neunjährigen Zangersheide Hengst Clintrexo Z hatte er schon in Hamburg eine Top-Platzierung und in den wenigen Wochen, in dem er den Hengst erst reitet – vorher saß seine Lebensgefährtin Judy-Ann Melchior im Sattel des Clintissimo-Sohns – hat er ihn unglaublich im Tempo steigern können. “Heute dachte ich, ich probier’s mal richtig”, so der Team-Olympia-Dritte von Rio. “Und er hat es sofort angenommen. Es lief von A bis Z optimal.” Wie in Hamburg hatte Ahlmann auch in Wiesbaden seine neue Garde von Pferden am Start, Clintrexo Z eben und Take a Chance On Me Z, in Hamburg Tokyo. Alles Ausnahmepferde, wie Ahlmann sagt, die er im Top-Sport ankommen sieht. “Aber man macht sich immer große Hoffnungen und oft stößt man dann doch irgendwann an Grenzen.” Aber, so sagte er, plane er aktuell von Woche zu Woche, weil er die Pferde alle noch nicht so lange kenne.

Platz zwei in der DKB-Riders-Tour Qualifikation und damit dem Großen Preis ging an den Spanier Sergio Alvarez Moya mit Luchino. Auch er war mehr als zufrieden: “Das war der erste Große Preis für mein Pferd. Ich habe ehrlich gesagt nicht gedacht, dass wir so schnell sein können”, erklärte Moya. “Und er war heute besser als ich – ich habe das Stechen zwischen dem zweiten und dritten Sprung verloren.”

Der Belgier Wilm Vermeir und DM Jacqmotte wurden Dritte. Auch für Vermeir war es ein besonderer Erfolg, denn der Toulon-Sohn, ebenso neunjährig wie die beiden vor ihm, ist das erste selbst gezogene Pferd seiner Frau.

Foto: Stefan Lafrentz