Team USA

US-Team setzt sich im Stechen durch

Der 100. Nationenpreis auf deutschem Boden in Mannheim hätte nicht spannender verlaufen können: Gleich drei Mannschaften mussten am Ende um den Sieg stechen. Als die Amerikaner sich für Beezie Madden und Cortes C entschieden – das Paar, das im vergangenen Jahr bei der WM Einzel- und Mannschaftsbronze gewann – war klar, dass es für Belgien und Deutschland schwer werden würde. Die Amerikanerin legte eine schnelle Runde vor und hatte die Konkurrenz damit im Griff. Der Belgier Pieter Devos und Dylano waren über eine Sekunde langsamer, Christian Ahlmann (GER) und Taloubet Z versuchten es, hatten am letzten aber einen Fehler und wären auch knapp langsamer gewesen. Damit war klar: Sieg des Teams von Robert Ridland aus den USA vor Belgien und den Deutschen, die auf einheimischem Boden den 100. Nationenpreis gerne für sich entschieden hätten. Klar waren daher auch die Worte von Leitwolf Ludger Beerbaum, der mit Chiara nach zwei fehlerfreien Runden eigentlich hätte zufrieden sein können: “Ich könnte jetzt leicht sagen, dass bei mir alles toll war, aber in der zweiten Runde hatte ich eine gehörige Portion Glück. Und dann muss ich die Frage stellen: Zum wie vielten Male haben wir es jetzt nicht hinbekommen? Durch uns alle muss jetzt Mal ein Ruck gehen. Wir sagen immer: Knapp vorbei, ist ja auch nicht schlecht – aber wir waren nicht in der ersten Runde vorne, nicht in der zweiten Runde und auch nicht im Stechen. Wir waren nie vorne.”

Ähnlich kritisch äußerte sich Christian Ahlmann, der mit Taloubet Z nach einem fehlerfreien Auftakt für Deutschland im zweiten Umlauf einen Flüchtigkeitsfehler hatte: “Ich hoffe wirklich, dass wir irgendwann auch mal wieder vorne stehen. Vor ein paar Jahren war das irgendwie anders.”

Foto: Karl-Heinz Frieler