Fabienne Lütkemeier & Qui Vincit Dynamis

Unerwartet ganz vorne: Fabienne Lütkemeier und Qui Vincit Dynamis

Zum ersten Mal gastiert im Wiesbadener Schlosspark die World Dressage Masters, die höchstdotierte Dressurserie der Welt auf Fünf-Sterne-Niveau. Den Grand Prix zur Kür konnte hier Fabienne Lütkemeier mit Qui Vincit Dynamis, dem jetzt 17-jährigen Oldenburger Fuchswallach mit 70,940 Prozent gewinnen. “Mit Quincy bin ich total zufrieden”, strahlte die Siegerin. “Am Abreiteplatz haben wir nämlich die meiste Zeit gebockt, deswegen habe ich mit dem Sieg überhaut nicht gerechnet.” Inwiefern es morgen in der Flutlichtkür – jedes Jahr eine Herausforderung für Reiter und Pferd – klappen wird, lässt Lütkemeier offen: “Das sehen wir dann. Er war ja heute sehr fröhlich auf dem Abreiteplatz. Ich hoffe, dass ich ihn konzentriert bekomme, baue aber auf seine Weisheit des Alters.”

Zweiter im Grand Prix wurde Sönke Rothenberger, der die Kür im vergangenen Jahr mit Favourit in Wiesbaden gewinnen konnte. Er erinnert sich: “Das war eins der schönsten Erlebnisse. Wie die Lichter alle an waren… Und dann gab es auch noch zwei riesige Flaschen Sekt.” Der Rio-Kandidat war ohnehin gut drauf. Auch den Stolperer mit Favourit direkt vor der Schritttour nahm er mit Humor: “Ich dachte, er fliegt aus dem Viereck und habe schon das Klingeling gehört.” Mit der Mittellinie mit den Galopppirouetten war Rothenberger nicht zufrieden, dafür allerdings mit der Pi-Pa seines ebenso 17-jährigen Partners: “Die war selten so gut wie heute.”

Erst neu im internationalen Grand Prix sind Juliane Brunkhorst und der neunjährige Fürstano v. Fürst Heinrich. Sie bestritten hier ihren dritten internationalen Grand Prix und  Brunkhorst berichtete: “Er war sehr beeindruckt von der Kulisse und da hat sich doch der ein oder andere Fehler eingeschlichen. Wir werden morgen eine neue Kür zeigen, aber ich hoffe einfach mal darauf, dass er mir vertraut. Ich freue mich jedenfalls darauf.”

Foto: WRFC/Stefan Lafrentz