Ukraine reagiert auf Vorwurf des nationalen Richtens

Die Ukraine hat Stellung bezogen bezüglich des Vorwurfs des nationalen Richtens, das die FEI beim CDI in Lier Anfang März festgestellt hat. Viktoriya Pvzlo, die Generalsekretärin des ukrainischen Pferdesportverbandes, hat in einem offenen Brief an den FEI Präsidenten Ingmar de Vos und die FEI Generalsekretärin Sabrina Ibanez-Zeender, der auch Eurodressage zuging, erklärt, dass sie erstaunt wäre, dass gegen zwei ukrainische Richter Strafen verkündet wurden und die Prüfung in Lier in Belgien vom Olympiaranking gestrichen wurde.

Pvzlo schreibt weiter, dass man gegen den moralischen Kodex der FEI verstoßen habe und auch gegen die grundlegenden Menschenrechte einer fairen Verhandlung, da vor Veröffentlichung des Briefes der FEI, in dem zwei Richtern nationales Richten vorgeworfen wurde, die beiden betroffenen Personen nicht angehört wurden und ihre Schuldigkeit auch gar nicht geprüft worden sei.

Drei Wochen vor der Deadline für die Einzel-Reiter zur Qualifikation hätten zehn Reiter weltweit sehr deutlich ihre persönliche Bestleistung steigern können, teilweise mit mehr als fünf Prozent. Das sei in Dortmund, Odense, Wellington und auch in Moskau geschehen. Allerdings habe die FEI diese Turniere nicht untersucht, auch wenn die Richterurteile ähnlich gewesen seien wie in dem Fall der Ukraine. Es sei diskriminierend, nur das Turnier in Lier und die ukrainischen Richter in den Fokus zu rücken – und nicht Turniere in solchen Ländern, die ökonomisch und regional mächtig aufgestellt seien wie in Deutschland, den USA, Dänemark oder Russland. Pvzlo schreibt weiter, dass dieses selektive Vorgehen der Glaubwürdigkeit und dem Ruf der FEI schade sowie der Ukraine in der Welt, der nationalen Föderation, den ukrainischen Richtern und Reitern wie Frau Logutenkova.

Viktoriya Povzlo fordert die FEI auf, die Entscheidung zurückzunehmen und sich bei der Ukraine zu entschuldigen – als Deadline hat sie den 30. März genannt. Sollte dies bis dahin nicht gesehen, würden sie sich rechtliche Schritte vorbehalten.