Trotz Protest geht Sieg im Großen Preis von London an Whitaker

So hatte sich keiner den Ausgang des Olympia Grand Prix in London gewünscht: Bertram Allen (IRL) und Quiet Easy waren die Schnellsten im Stechen und standen eigentlich als Sieger fest – doch dann wurde ein kleiner Sporenstich am Pferd gefunden. Und da heißt es nach der Blutregel der FEI: Disqualifikation! Selbst ein Protest der Besitzerin half da nichts – er wurde von der Ground Jury abgelehnt. So galt Michael Whitaker (GBR) als Sieger mit Viking, der am Ende seine Siegerschleife allerdings an den jüngeren Kollegen weiterreichte und erklärte, dass er sich nicht als Sieger fühle. Ludger Beerbaum (GER) und Chiara sowie Marcus Ehning (GER) und Gin Chin van het Lindenhof wurden Dritte.

Die Blutregel der FEI ist glasklar. Absicht beim Reiter wird deswegen nicht unterstellt wie im Fall Bertram Allen. Die Disqualifikation erfolgt dennoch. Auch wenn es für den Betroffenen am Ende bitter und frustrierend ist, stellt sich die Frage: Kann es überhaupt eine Alternative geben? Soll man mit dem Maßband ans Pferd, um herauszufinden, wie groß und tief die Wunde ist und erst in einem zu definierenden Fall disqualifiziert werden?