027 Frie MA Rath Totilas

Totilas doppelt – großer Erfolg für Rath

So langsam darf man es wieder in den Mund nehmen, das Wort “Wunderpferd”. Zumindest war das, was Matthias Rath und Totilas in Aachen im Grand Prix und Special zeigten, aller Ehren wert und vor Aachen hätte wohl keiner auf zwei Siege der beiden in dieser Konkurrenz getippt. 84,549 Prozent erhielt das Paar und konnte damit erneut die Britin Charlotte Dujardin mit Valegro schlagen, die 83,157 Prozent holten. Wieder hatten die Doppel-Olympiasieger Fehler in den Wechseln, doch verlor die Schülerin von Carl Hester diesmal nicht ihre Nerven. Für die Spitze allerdings reichte es nicht.

Wieder besser unterwegs: Dujardin und Valegro

Wieder besser unterwegs: Dujardin und Valegro

Ann Kathrin Linsenhoff, Stiefmutter von Matthias Rath, und Mitbesitzerin von Totilas war begeistert: “Dass es für Matthias und Totilas heir so auf den Punkt passt, ist fantastisch. Es waren zwei schwierige Jahre. Toll, dass Matthias das Durchhaltevermögen hatte.” Und auch Bundestrainerin Monica Theodorescu fand nur lobende Worte: “Das war genial heute. Nicht nur Totilas, sondern auch unsere anderen Pferde haben mich überzeugt. Alle haben sich im Vergleich zum Grand Prix noch gesteigert.”
Einen Taktfehler im starken Trab hatte Damon Hill unter Helen Langehanenberg, doch sonst zeigten die beiden eine fehlerfreie Runde und wurden mit 82,078 Prozent belohnt und Platz drei. Ebenso über 80 Prozent bekam Isabell Werth mit ihrer Bella Rose (81,471 Prozent). Sie hatte einen Fehler in den Zweierwechseln, doch die Reiterin der Fuchsstute lässt sich von diesen Kleinigkeiten derzeit nicht aus dem Strahlen bringen: “Die Zeit wird kommen. Vorausgesetzt natürlich, dass sie gesund bleibt.”
Morgen geht es schließlich noch in die Kür für die besten 15 Paare. Matthias Rath und Totilas werden dennoch nicht zu sehen sein. Sie haben sich aus der Kür zurückgezogen, weil sie noch im Aufbauprozess sind (siehe hier).

Fotos: Karl-Heinz Frieler