Stimmen zum Cross

Generelles Fazit von Rüdiger Schwarz

„Insgesamt ist das Cross vom Bau gut gemacht. Es ist nicht überzogen. Das Gelände wird aber hier der Schlüssel sein und wahrscheinlich das Endergebnis sein. Man muss sich den Kurs konditionell unglaublich einteilen und das ist es auch, was die Reiter am meisten beschäftigt. Man muss sich die Zeit gut einteilen und wissen, was man trainiert hat. Man sollte immer wieder in sein Pferd reinhorchen. Es geht schon intensiv los und es kommen dann viele technische Aufgaben. Insgesamt geht es auch sehr viel bergauf und bergab und zwischendurch sind immer wieder Bodenwellen. Das Bergab gilt es zu nutzen – und nicht denken, dass man Speed bergauf machen kann. Das wäre Schwachsinn. Wenn alles so bleibt, wie der Kurs jetzt steht, wird es ganz schwer! Dann hat keine Mannschaft vier Nuller. Wenn hier drei bis vier in der Zeit bleiben, ist das schon gut. Der Boden generell wird aber nicht so schlecht sein, wie geglaubt.“

Weitere Stimmen zum Cross

Peter Thomsen: „Der ganze Kurs ist eine Aufgabe. Die Schlussschleife halte ich für völlig überflüssig. Die bringt nur den Skrupellosen etwas.“

Ingrid Klimke: „Das ist hier keine Dressurprüfung, das wissen alle. Die ersten schaffen es vielleicht in der Zeit und man kann auf den Trassen ja auch schwanken und andere Linien wählen, wenn der Boden nicht so gut sein sollte. Insgesamt ist es so, dass es viele schmale Sprünge gibt, aber wenn du die Ideallinie hast, kommst du auch gut an. Im zweiten Wasser denkst du, du hast es geschafft, aber dann kommt noch das In-Out. Allerdings gibt es auch immer was zum Entspannen zwischendurch. Und für mich gibt es zwei überflüssige Schleifen. Die Pferde denken bei der letzten, jetzt geht es nach Hause, aber dann leider doch nicht. Es ist ein echter Vier-Sterne-Kurs, aber wir haben auch nichts anderes erwartet.“

Chris Bartle: „Man darf hier nicht nur mit Herz und Uhr reiten, sondern man muss auch mit Kopf reiten. Ich werde für jeden Reiter ein genaues Ziel setzen. Vielleicht kommt am Ende keiner in die Zeit.“

Michael Jung: „Die Alternativen hier kosten viel Zeit und Kraft. Mein Plan A ist es, immer den direkten Weg zu nehmen. Die Aufgabenstellungen sind klar. Aber ich werde gucken, wie Rocana drauf ist und zwischendurch umschalten, wenn sie nicht mehr ziehen sollte. Der Boden? Vom Ablaufen fühlt er sich sehr weich an, aber sie haben so viel gemacht und ich denke, er hält. Es gibt es immer mal, dass er oben matschig ist, unten aber guten grip hat. In jedem Fall wird man sich von Anfang bis Ende sehr konzentrieren müssen.“

William Fox-Pitt: „Das Gelände ist anspruchsvoll. Es ist wirklich kein Dressurwettbewerb hier.“