Sönke Rothenberger & Cosmo

Starkes Olympia-Debüt von Rothenberger – Cornelissen gibt auf

“Es ist toll, mit so einem Pferd hier einzureiten”, freute sich Sönke Rothenberger, nachdem er im Grand Prix für die deutsche Mannschaft mit dem neunjährigen KWPN Wallach Cosmo v. Van Gogh/Grosso Z vorgelegt hatte. Starke 77,329 Prozent brachte er zu  Protokoll, ein super Auftakt für den Championats-Debütanten. “Hier und da hätte er ein bisschen mehr Energie haben können”, kommentierte der 21-Jährige selber den Ritt, “aber er ist das jüngste Pferd im ganzen Feld und ich wollte eine sichere Runde zeigen.” Das sei so mit der Mannschaftsführung und den Eltern abgesprochen worden. “Damit die anderen den Karren dann weiter ziehen können”, so Rothenberger.

Der Taktfehler in der ersten Trabverstärkung – ein ärgerlicher Fehler – und mehr Spritzigkeit hätte sich Rothenberger zudem in den ersten beiden Piaffen gewünscht. “Ich hoffe, ich kann noch ein Schippchen mehr drauf legen im Special, aber ich bin erstmal echt zufrieden. Er hat sich hier richtig wohl gefühlt, die große Arena liegt ihm wohl.” Dass sein Vater das Pferd bis zum Viereck führte, sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. “Die Regel ist da, und dann kann man von ihr Gebrauch machen”, so der Jüngste im deutschen Team. “Wir wollten es jetzt nicht anders probieren, der Weg ist relativ lang. Und er war noch nie in so einer großen Arena.”

Adelinde Cornelissen & Parzival

Adelinde Cornelissen & Parzival

Einen Schockmoment erlebten die Niederländer direkt vor Rothenbergers Ritt mit Cosmo. Adelinde Cornelissen und der nun 19-jährige Jazz-Sohn Parzival mussten während der Prüfung aufgeben. Die Zunge war übers Gebiss gekommen, doch die Reiterin erklärte, warum sie abgebrochen hatte: eine Mücke hatte Parzival in den Mund gestochen vor einigen Tagen, er habe Fieber gehabt. Gestern hätten sie das Fieber senken können und sie habe ihren Tierarzt gefragt, der meinte, sie solle es für die Mannschaft versuchen. “Aber er war total leer”, so Cornelissen. “Dann habe ich aufgegeben. Er hat das nicht verdient.”

 

Fotos: Stefan Lafrentz