Scott Brash & Ursula XII

Scott Brash startet neuen Anlauf auf Rolex Grand Slam

Der britische Ausnahmereiter Scott Brash, der in 2015 den Rolex Grand Slam als erster Reiter in der Geschichte gewinnen konnte (dazu musste er in den Großen Preisen von Genf, Aachen und Spruce Meadows in Folge gewinnen), ist erneut dabei, die Serie in Angriff zu nehmen. Gestern siegte er mit Ursula XII im Großen Preis von Spruce Meadows. $1,000,000 kanadische Dollar gab es für den Erfolg in dem Klassiker-Grand Prix – es ist der höchstdotierte Große Preis der Welt – und damit hat er nun erneut die Chance, den Rolex Grand Slam zu gewinnen.

Als äußerst schwierig zu reiten stellte sich der Große Preis heraus – klar, dass er zu den anspruchsvollsten auf der ganzen Welt gehört. Nur vier fehlerfreie Ritte gab es – und zwar von Brash, dem US-Amerikaner Kent Farrington mit Voyeur, dem Italiener Lorenzo de Luca mit Ensor de Litrange und McLain Ward mit HH Azur. In den zweiten Umlauf kamen die besten zwölf, aber auch hier gab es nur wenige Nullrunden. Doppelnull blieben nur Scott Brash und McLain Ward, für die es dann ins Stechen ging. Brash hatte vorzulegen und Ursula blieb ein drittes Mal fehlerfrei. McLain Ward und Azu hingegen hatten am Rolex-Steilsprung einen Fehler und damit war die Prüfung entschieden. Den Spruce Meadows Grand Prix in Folge zu gewinnen, gelang vor Brash bislang nur 2000 und 2001 dem Brasilianer Rodrigo Pessoa.

McLain Ward & HH Azur

McLain Ward & HH Azur

“Ursula war das Nummer eins-Pferd in der Welt”, erzählte Brash später. “Aber sie hatte bislang noch keinen einzigen Großen Preis gewonnen. Sie war so oft Zweite in Großen Preisen. Nach zwei Jahren Verletzung zurück zu kommen und ganz oben anzukommen und den größten Grand Prix der Welt zu gewinnen, ist unglaublich.” Erst Anfang des Jahres kam die 15-jährige Stute nach langer Verletzungspause zurück – und schon in Aachen waren die beiden Zweite im Großen Preis. Nun plant Brash, die Stute auch in Genf im Dezember einzusetzen. Dass seine Chancen auf eine Wiederholung des Grand Slam klein sind, weiß der Brite aber auch: “Genf, Aachen und Calgary sind die größten Grand Prix der Welt. Sie einmal im Leben zu gewinnen, ist ein Privileg. Alle drei hintereinander zu gewinnen, ist unglaublich schwierig, selbst, wenn man das beste Pferd der Welt hat. Ich werde mein Bestes geben, aber es ist sehr schwer. Es kann 20, 30 Jahre dauern, bis das wieder jemand schafft.”

Fotos: Rolex/Kit Houghton