Dorothee Schneider & Showtime

Schneider und Bouten überraschen bei den Munich Indoors

Bei der Dressur in München gab es zwei große Überraschungen, eine im Special, eine in der Kür. In der Kür war es am Samstagabend Matthias Bouten, der mit dem 13-jährigen Hannoveraner Hengst Söhnlein Brilliant ganz knapp an die Spitze ritt. Mit 77,250 Prozent setzte er sich vor Dorothee Schneider mit UllrichEquine’s St. Emilion, die auf 77,225 Prozent kam. Dritte wurde Jessica von Bredow-Werndl mit der elfjährigen KWPN Stute Zaire (76,150 Prozent). Turnierveranstalter Volker Wulff erzählte hinterher: “Wir haben einmal den Fehler gemacht und die Dressurwettbewerbe aus dem Programm genommen. Den Fehler machen wir nicht noch einmal. Die Stimmung bei der Kür und die Leistungen im Viereck waren außerordentlich.” Das empfand auch der Sieger so, der aus dem Strahlen nicht raus kam: “Ich bin völlig überwältigt. Söhnlein ließ sich super reiten, die Stimmung in der Olympiahalle war unbeschreiblich. Das hat einfach nur Spaß gemacht.”

Überwältigt – das war auch die Siegerin im Grand Prix Special. Dorothee Schneider und der neunjährige Sandro Hit-Sohn Showtime kamen aus dem Viereck mit dem phänomenalen Ergebnis von 80,294 Prozent. Das war schon ein dickes Ding, war die Weltcup-Final-Dritte von Las Vegas, Jessica von Bredow-Werndl mit Unee BB doch mit 76,216 Prozent ein ganzes Stück hinter der Siegerin. Platz drei ging an den Kür-Sieger Matthias Bouten mit Ehrengold MJ (70,216 Prozent). Dorothee Schneider freute sich: “Das Gefühl, was mir Showtime heute im Viereck gegeben hat, war unbeschreiblich. Ich bin sprachlos. Mit einem solchen Erfolg habe ich überhaupt nicht gerechnet.” Bei solch einem Ergebnis blieb die Frage nicht lange im Hintergrund, wie es mit den Olympischen Spielen im nächsten Jahr aussieht: “Da bleibe ich ganz ruhig. Olympia ist das Ziel für jeden Leistungssportler, aber der Weg dahin ist noch weit.”

Foto: sportfotos-lafrentz.de