Die Award-Träger der 35. P.S.I. Auktion: v.l. Paul Schockemöhle, Hermann Elstermann, André Trouillé, Hinrich Romeike, Sandra Auffahrt, Dr. Andreas W. Jacobs, Klaus Philipp, Gudrun Bauer, Prof. Dr. Dres. h.c. Werner Ebke, John Roche, Ullrich Kasselmann und Judith Rakers

Sandra Auffarth erhält P.S.I. Award

Nur wenige Menschen dürfen einen P.S.I. Award ihr Eigen nennen. In den Kategorien Sport, Lebenswerk, Medien und Supporter werden seit 2004 jährlich Anfang Dezember herausragende Leistungen im und um den Reitsport bei der Performance Sales International ausgezeichnet. Vier edle Pferdeskulpturen aus Swarovski-Kristallen haben am Samstagabend beim Galaball anlässlich der 35. P.S.I. Auktion am 6. und 7. Dezember im niedersächsischen Ankum einen neuen Besitzer erhalten.

Gemeinsam mit den P.S.I.-Machern Ullrich Kasselmann und Paul Schockemöhle führte Deutschlands beliebteste Nachrichtensprecherin, Judith Rakers, charmant durch den Abend, bei dem die Einzel- und Mannschaftsweltmeisterin Sandra Auffarth mit dem P.S.I. Award in der Kategorie Sport ausgezeichnet wurde. Die 27-Jährige, die einen Zucht- und Ausbildungsstall in Ganderkesee betreibt, setzt bei internationalen Championaten auf ihren Selle Francais-Wallach Opgun Louvo, kurz „Wolle“. Laudator und Vielseitigkeits-Goldmedaillen-Gewinner Hinrich Romeike blickte auf Sandra „Icecold“ Auffarths Olympisches Gold mit der Mannschaft und Einzelbronze in London 2012, auf den Titel der Doppelweltmeisterin bei den Weltreiterspielen in der Normandie und auf zwei Siege beim Nationenpreis in Aachen 2014 zurück.

Der P.S.I. Award in der Kategorie Supporter ging an einen akribisch tüftelnden Visionär, wie er von Laudatorin und Verlegerin Gudrun Bauer beschrieben wurde. „André Trouillé ist ein Self-Made-Man – ein Idealist, erfüllt von Begeisterungsfähigkeit, der das unterstützt was er für unterstützungswürdig hält.“ Als leidenschaftlicher Reiter wisse Trouillé um die Probleme des Reitsports und helfe wo er kann. André Trouillé wurde für die Verleihung des P.S.I. Awards ausgewählt, weil er nicht nur rede, sondern handle, betonte Gudrun Bauer.

Eine der meistzitierten Tageszeitungen in Deutschland wurde vor den rund 650 Gästen mit dem P.S.I. Award in der Kategorie Medien ausgezeichnet. Die Neue Osnabrücker Zeitung trägt der Pferdebegeisterung im „Osnabrücker Pferdeland“ Rechnung und bietet vielen Reitsportveranstaltung Öffentlichkeit. Auch durch die Beteiligung am Online-Pferdemarktplatz ehorses, trägt die NOZ als Teilnehmer an der regionalen Pferdewirtschaft zur erfolgreichen Entwicklung dieses Bereiches in der Region bei. Der Medien-Award wurde von Hermann Elstermann und Prof. Dr. Dres. h.c. Werner Ebke entgegengenommen.

Ein ganz besonderer Preis beim Galaball ist der P.S.I. Award in der Kategorie Lebenswerk. Klaus Philipp ist der beste Pferdemaler der Welt, so wurde er einst im Spiegel betitelt. „Zu allererst war er jedoch Pferdemann, dann Maler und erst später Pferdemaler“, erklärte Laudator Dr. Andreas Jacobs. „Besonders seine Pferdezeichnungen in Bleistift oder Kohle sind weltberühmt. Auch ich habe ein Werk von ihm, das mich jeden Tag wieder an eines der wunderbarsten Pferde und wunderbare Momente erinnert“, würdigte der Besitzer des renommierten Vollblutgestüts Fährhof den bescheidenen Künstler weiter.

Im späteren Verlauf des Gala-Abends zeigte Jacobs ein weiteres Mal seine Leidenschaft für die edlen Vierbeiner – diesmal für einen guten Zweck. Bei der den offiziellen Teil abschließenden Auktion zugunsten der Aktion „Reiten gegen den Hunger“ erstand der Vorsitzende der Jacobs Holding ein spontan von Paul Schockemöhle gestiftetes Fohlen. „Reiten gegen den Hunger“, gegründet von Verlegerin Gudrun Bauer und Pferdesportexperte Ulli Kasselmann, steht für soziale Verantwortung und unterstützt seit 2012 die Welthungerhilfe in ihrer Arbeit. Schirmherrin der Initiative ist Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen Schirmherrin. Gemeinsam mit vielen prominenten Reitern und Reitsportfreunden machen sie sich stark, um anderen Menschen im Kampf gegen den Hunger zu helfen.

Neben dem Fohlen gab es passend zu Weihnachten ganz außergewöhnliche Dinge zugunsten von „Reiten gegen den Hunger“ zu erwerben. Zwei V.I.P.-Pässe für die DKB-Riders Tour brachten 10.000 Euro, ein original signiertes Trikot der Fußballnationalmannschaft von der WM in Brasilien wechselte für 25.000 Euro den Besitzer und eine der limitierten Swarovski-Skulpturen „Der schwarze Hengst“ aus der exklusiven Designer-Edition von Heinz Tabertshofer brachte 28.000 Euro. Gemeinsam mit dem Zuschlagpreis des Fohlens kam so ein Gesamterlös von 108.000 Euro zustande. „Ich bin überwältigt und hätte nicht von solch einem Ergebnis zu träumen gewagt“, freute sich Gudrun Bauer.

(PM)

Foto: Fotodesign gr. Feldhaus