Jeroen Dubbeldam & Zenith

Radikale Änderung: Kein Pferdewechsel mehr bei Weltmeisterschaften

Offensichtlich ist eine wesentliche Änderung auf der Generalversammlung der FEI in Tokyo vergangenen Monat bislang unbemerkt geblieben: Es wird keinen Pferdewechsel mehr bei den Weltreiterspielen geben. Die neuen Springreiter-Regeln für 2017 sehen diesen Modus, der 1978 installiert wurde, nicht mehr vor. Bislang war es so, dass die vier bestplatzierten Reiter im Finale einen kurzen Kurs mit den Pferden der anderen absolvieren. Das Warm-Up und Einstimmen von Reiter und Pferd fand in der Hauptarena vor Publikum statt. In Tyron, USA, bei den Weltreiterspielen 2018 hingegen wird es dann einen Sieger geben, der die wenigsten Strafpunkte nach Mannschafts- und Einzelwettbewerb hat. Sollte hier Gleichstand herrschen, würde es zu einem Stechen kommen.

Der Pferdewechsel wurde schon immer schwer diskutiert, es gab Befürworter, aber auch starke Gegner dieses Wettbewerbs. Die FEI hatte nach 2014 in Caen jedoch noch gesagt, dass das Top 4-Finale von der Öffentlichkeit und dem Fernsehen sehr gut angenommen würde und keine Änderungen geplant seien. Manche Reiter sagten, der Modus sei nicht zeitgemäß, andere wollten die Tradition erhalten, dafür hingegen einen Weltmeistertitel vor und einen nach dem Top 4-Finale. Jeroen Dubbeldam, Weltmeister von 2014, hatte damals gesagt, dass man nicht zur WM antreten bräuchte, wenn man nicht bereit wäre, die Pferde zu wechseln.

Foto: FEI / Arnd Bronkhorst / Pool Pic