Ulla Salzgeber & Herzruf's Erbe

Premieren-Kür für Salzgeber endet im Erfolg

Erster Platz für Ulla Salzgeber im Grand Prix und auch in der Kür: Mit Herzruf’s Erbe konnte die zweifache Olympiasiegerin die zweite goldene Schleife in Frankfurt mitnehmen. 77,725 Prozent gab es für das Championatskaderpaar für eine Kür, die Salzgeber zum ersten Mal zeigte. Gospel-Musik war angesagt. “Ich hatte die Kür schon lange in der Schublade und habe sie letzte Woche rausgezogen. Deswegen war das heute schon ein bisschen aufregend, da ich sie nur einmal zu Hause geritten bin. Aber es war eine super Premiere. Ich bin sogar zum Reiten gekommen – und das, obwohl ich keine Zeit hatte”, lachte die Siegerin. “Ich konnte weder fühlen, noch denken – ich wollte einfach immer nur rechtzeitig an jedem Punkt in der Musik da sein.” Schöne Höhepunkte hatte die Vorstellung – einzig die Wechsel führten wieder zu Punkteverlusten.

Der zweite Platz ging an Dorothee Schneider mit der Westfalenstute Forward Looking (77,000 Prozent). Dabei hatte Schneider eine stressige Woche hinter sich, ritt Anfang der Woche noch in London Weltcup. “Das war anstrengend, aber toll”, erzählte sie. “Man fliegt ja auch nur eine Stunde von Frankfurt. Außerdem wollte ich auch unbedingt in der Festhalle reiten, weil es für mich immer ein Highlight ist.” Forward Looking ist mittlerweile gefestigter, zeigte sich zuletzt sicherer und so waren die beiden gar nicht weit weg vom Sieg.

Platz drei gab es für die Spanierin Beatriz Ferrer-Salat mit dem erst neunjährigen Wallach Sir Radjah v. Sir Donnerhall. 73,900 Prozent erhielten die beiden für ihre Kür. Schon dreijährig kam Sir Radjah in den Stall von Ferrer-Salat. Damals dachte die Reiterin noch “Ja, der geht”, aber als sie zum ersten Mal auf ihm saß, war es um sie geschehen. “Seitdem bin ich in ihn verliebt”, strahlte die Drittplatzierte. “Er möchte einfach immer und ich glaube, es kommt noch viel mehr von ihm in der Zukunft.”

Foto: Karl-Heinz Frieler