Pippa Funnells erste Olympia-Wahl fällt aus

Als die britische Vielseitigkeitsreiterin Pippa Funnell vor vier Wochen bei den Withington Manor Horse Trials in Gloucestershire mit Sandman stürzte, waren die Konsequenzen noch nicht absehbar. Doch nun meldet Horse & Hound, dass ihre erste Olympiawahl für Rio nicht zur Verfügung steht. Der zehnjährige Sandman hat sich Verletzungen an den Nerven im Halsbereich zugezogen und muss zwei Monate in der Box verweilen. “Wir müssen warten und sehen, wie es ihm danach geht”, so die Reiterin. “Ich bin darüber erschüttert, aber er ist noch jung und seine Glieder sind in guter Verfassung.”

Im vergangenen Jahr waren die beiden im Silber-Team bei der EM in Blair Castle – nun sollten die Spiele in Rio folgen. Doch am Hindernis 16, einem großen Oxer, stürzten die beiden in Gloucestershire. Noch immer, so sagt Funnell, sei sie darüber im Schock, da sie jeden Tag in der Woche genauso wieder auf das Hindernis zureiten würde. Sandman, ein eigentlich erfahrenes Pferd, habe den Oxer aber nicht richtig “gelesen”.

Ein Dank richtete die Britin nun auch an die Hindernisrichtern, die ihr erklärte, dass sie sich nicht bewegen solle nach dem Sturz. “Meine erste Reaktion war, dass ich aufstehen wollte, aber dann merkte ich, dass ich in meinen Armen kein Gefühl hatte – deswegen habe ich das gemacht, was mir die liebe Hindernisrichterin gesagt hat und bin still liegen geblieben. Es kann für sie nicht schön gewesen sein, das anzusehen.”

Ein Schleudertrauma und hypersensitive verletzte Nervenenden in beiden Armen waren die Diagnose im Krankenhaus – nach drei Tagen durfte sie dieses verlassen.

Nun setzt Pippa Funnell für Rio auf den elfjährigen Billy the Biz, der bereits das CCI3* in Ballindenisk gewinnen konnte.