Philipp Weishaupt & L.B. Convall

Philipp Weishaupt: “Der Fehler ist das Resultat von zu viel Risiko!”

Wie Marcus Ehning hatte sich auch der vierte deutsche Mannschaftsreiter, Philipp Weishaupt, etwas für das Zeitspringen vorgenommen. Mit dem zehnjährigen Holsteiner Hengst LB Convall v. Colman-Cascavelle ritt er entschlossen und mutig voran, doch am Ende vielleicht etwas zu forsch, wie Weishaupt selber analysierte: “Das Schnellreiten hat gut funktioniert, aber mein Fehler zum Schluss war das Resultat von zu viel Risiko. Ich habe die Kurve zu der Zweifachen etwas zu scharf genommen. Hätte ich ein bisschen weiter ausgeholt, wäre der Fehler nicht passiert.”

Dennoch: Durch das zügige Tempo liegt der Bereiter aus dem Stall Beerbaum, dessen Chef auch vor Ort ist, noch gut in der Wertung, auf Rang 13. Auf die Frage, wie die Stimmung im Team ist, meinte Weishaupt: “Wohl zweigeteilt. Marcus ist sicher sehr zufrieden, ich bin relativ zufrieden, die beiden anderen sind sicher weniger zu frieden. Aber sie sind noch jung und haben die Chance, es wieder gut zu machen. Und das machen sie auch.”

Auch zu den Lichtverhältnissen nahm Philipp Weishaupt noch mal Stellung: “Ich glaube, das war hier morgens um neun so wie bei uns im Juni morgens um fünf – ein ganz steiler Winkel der Sonne. Ich glaube, das war keinem so bewusst. Aber jetzt bei mir war es völlig ok.”

Peder Fredricson & H&M All In

Peder Fredricson & H&M All In

Die Führung in der Einzelwertung hat – zur Freude der Schweden – der Olympiazweite Peder Fredericson mit seinem Olympiapferd H&M All In v. Kashmir van Schuttershof. Fredericson hatte eigentlich den Plan, unter den besten zehn zu sein. “Nun bin ich auf dem ersten Platz”, freute sich das sympathische H&M-Model. “Alles lief perfekt. Es ist ein super Start in eine lange Woche” Rang zwei hat Marcus Ehning mit Pret A tout inne, während die Portugiesin Luciana Diniz mit der 13-jährigen Hannoveraner Stute Fit For Fun v. For Pleasure-Fabriano auf Platz drei nach dem Zeitspringen liegt. Diniz erklärte: “Mein Gefühl war sehr gut, ich hatte den totalen Fluss durch den Parcours. Ich bin dankbar, dass ich hier sein darf und für diesen guten Start. Die schwedischen Fans hier bereiten mir Gänsehaut. Ich wollte unter den Top 5 sein – aber es kommen ja noch ein paar Tage.”

In der Mannschaftswertung rangiert die Schweiz auf dem Goldrang mit 5,15 Punkten vor Frankreich mit 6,78 Punkten und Schweden mit 7,21 Punkten. Die deutsche Mannschaft liegt mit 11,52 Punkten auf Position sieben.

Fotos: Stefan Lafrentz