Lars Petersen & Mariett

Petersen und Koschel sind die Kür-Sieger von Wellington

Erst der Grand Prix und nun auch die Grand Prix Kür: Lars Petersen (DEN) und Mariett siegten ein weiteres Mal beim Adequan Global Dressage Festival (AGDF) in der Fünf-Sterne-Tour. Die Kür brachte 79,175 Prozent von den Richtern. Platz zwei ging an Steffen Peters (USA) und Legolas, die sich mit 76,200 Prozent deutlich nach dem fehlerhaften Grand Prix steigern konnte. Dritte wurde die Dänin Mikala Gundersen mit My Lady (75,725 Prozent).

Es war fast eine persönliche Bestmarke für Petersen und Mariett. “Ich hatte heute ein richtig gutes Gefühl”, erklärte Petersen. “Ich glaube, Mariett mochte es, dass so viele Zuschauer da waren und sie weiß, wenn ihr Leute zuschauen. Das war eine der besten Küren, die wir je geritten sind.”

Steffen Peters & Legolas

Steffen Peters & Legolas

Aufgeregt in der elektrischen Atmosphäre unter Flutlicht war Steffen Peters’ Legolas. Er hatte vor allem damit zu tun, den Wallach relaxed und zusammen zu halten. “Heute war die Energie von ihm etwas kontrollierter als gestern”, so der US-Dressurreiter. “Das war auch unser Ziel und insofern ist es gut. Er sammelt hier viel Erfahrung. Wenn wir uns für das Weltcup-Finale qualifizieren sollten, wird die Arena noch viel größer und schwieriger sein als diese.”

Eine weitere Kür wurde in Wellington geritten, und zwar die der Drei-Sterne-Tour. Die konnte Christoph Koschel (GER) mit Rostropowitsch NRW für sich entscheiden. 75,100 Prozent sammelte dieses Paar im Laufe der Prüfung. Im Übrigen war es die erste Prüfung auf US-Boden für “Rusty”, wie der Rockwell-Sohn genannt wird.

Christoph Koschel & Rostropowitsch

Christoph Koschel & Rostropowitsch

Bereits Mitte Januar war der Westfalen Wallach in Florida angekommen, doch musste er sich zunächst von einem Spinnenbiss regenerieren. Koschel schonte ihn einige Wochen. “Als ich den Stall kam”, so Koschel, “muss ich sagen, sah es echt schlimm aus. Wir haben uns aber gut um ihn gekümmert, es hat gut geheilt und nun kann er wieder Prüfungen gehen.” Ein bisschen Kondition habe ihm zwar aufgrund der Pause gefehlt, hinzu kamen ein paar kleinere Fehler in der Galopptour, in den Einerwechseln, doch war der Reiter nicht unzufrieden. In zwei Wochen soll Rusty ein weiteres Mal beim AGDF starten. “Er ist ein so liebes Pferd”, strahlt Koschel. “Fast wie ein Hund, was man  ja nicht von einem Grand Prix-Pferd erwartet. Die Kinder spielen im Stall mit ihm, wenn er liegt. Er verhält sich richtig toll.”

Fotos: SusanJStickle.com