FEI General Assembly

Olympische Formatsänderung nur noch Formsache

Wie erwartet hat die FEI Generalversammlung in Tokyo für die Formatsänderungen der kommenden Olympischen Spiele für alle drei olympischen Disziplinen gestimmt. Das IOC wird nun im nächsten Jahr über den Vorschlag darüber entscheiden – doch es ist von einem Abnicken der Änderungen auszugehen. Die Änderungen sehen vor, dass jedes Team statt vier nur noch drei Reiter hat und das Streichergebnis wegfällt. Ein Reservepaar soll es allerdings weiterhin geben.

Nur elf von 107 Nationen haben gegen die neuen Vorschläge gestimmt: Albanien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Lettland, Luxemburg, Monaco, Neuseeland, die Niederlande, Rumänien und die Schweiz.

“Das war eine sehr wichtige Wahl für die Zukunft unseres Sports, um mehr Universalität gemäß der Anforderungen der Olymischen Agenda 2020 zu schaffen”, so FEI Präsident Ingmar de Vos. “Wir müssen die Anzahl der Teilnehmer bei Olympischen Spiele erhöhen, aber in unserem Rahmen von 200 Teilnehmern. So hatten wir die einzige Möglichkeit, die Anzahl der Reiter por Team zu reduzieren. Das öffnet die Tür für Länder, die die Olympischen Spiele nur aus einem distanzierten Traum gesehen haben. Es gab einige Föderationen, die den Vorschlägen nicht gefolgt sind, aber das ist Teil eines demokratischen Prozesses. Nun müssen wir zusammen an dem Erfolg arbeiten.”

Die Regeländerungen im Einzelfall:

Springreiten:

– Teams mit drei Pferden/Reitern pro Nation, eine Reservekombination, kein Streichergebnis

– 20 Teams

– 15 Einzelreiterplätze für Nationen, die kein Team qualifiziert haben

– die Einzelentscheidung findet vor der Teamentscheidung statt

Dressur:

– Teams mit drei Pferden/Reitern pro Nation, kein Streichergebnis

– jedes direkt qualifizeirte Team kann eine Reservekombination oder nur ein Pferd bringen

– ein Einzelreiter pro Nation, das kein qualifiziertes Team hat (keine composite Teams mehr)

– die Teammedaillen ewrden nur noch nach dem Special vergeben (nicht mehr aus der Kombination von Grand Prix und Special)

– neues Heat-System (mit Lucky Losern) für den Grand Prix: 18 qualifizieren sich aus dem Grand Prix für die Kür (die besten zwei aus sechs Gruppen und die sechs nächstbesten aus allen Ergebnissen)

– acht Nationen gehen aus dem Grand Prix in den Special

– der Grand Prix Special wird zu Musik geritten

– neues Starting Order-System für den Grand Prix

Vielseitigkeit

– Teams aus drei Pferden/Reitern pro Nation, kein Streichergebnis

– eine Reservekombination wird erlaubt – wird diese ausgetauscht, wird es eine Strafe für das Team geben

– höchstens zwei Einzelreiter einer Nation, die kein Team stellt

– Es bleibt die Startreihenfolge: Dressur, Gelände, Springen Mannschaft, Springen Einzel

– nur noch drei Tage statt vier: Dressur wird auf einen Tag gekürzt

– Technisches Niveau: Vier Sterne in Dressur und Springen, drei Sterne im Gelände mit einer Optimalzeit von 10 Minuten und 45 Sprüngen

– um eine Teamklassierung zu gewährleisten, kann eine Kombination, die einen Test nicht zu Ende bringt, am nächsten Tag wieder starten, wenn das Pferd fit to compete ist.

– wenn ein Paar eine Prüfung nicht absolviert, gibt es Strafen von 100 Punkten in der Dressur, 150 Punkten im Gelände und 100 im Springen

Photo: Richard Juilliart/FEI