Fabienne Lütkemeier & D'Agostino

Öhrchen vor zum Sieg: Lütkemeier und D’Agostino schlagen Werndl und Unee

Die frisch vermählte Fabienne Müller-Lütkemeier hat in Wiesbaden für eine kleine Überraschung gesorgt. Mit ihrem D’Agostino, mit dem sie in 2010 als Junge Reiterin Weltrekord in Wiesbaden ritt, konnte sie das favorisierte Paar Jessica von Bredow-Werndl mit Unee BB schlagen. Mit 73,087 Prozent siegten sie vor dem Biebricher Schloss. Dabei dachte die Reiterin noch auf dem Abreiteplatz, dass der Hannoveraner Wallach mehr ans Gebiss ranziehen könnte. Doch vor dem Schloss angekommen, so Müller-Lütkemeier, “gingen seine Öhrchen nach vorne, er dachte wohl ‘Das kennen wir und rocken wir jetzt’!”. “Bei mir war es das Gegenteil”, schmunzelte die Zweitplatzierte. “Unee war etwas erschlagen von der Kulisse, er hat sich versteckt, wurde leer und war dann nicht so an der Anlehnung, wie wir es können. Dann haben sich auch kleinere Fehler eingeschlichen.”

“Eigentlich habe ich gedacht, sie zieht mich ab”, erzählte Fabienne Müller-Lütkemeier. “Ja, so cool er rüber kommt, manchmal hat er Schiss”, erläuterte Bredow-Werndl. Und im Gegensatz zu ihrer Kollegin hat die Reiterin aus Bayern keine allzu große Schlosspark-Erfahrung. Vor 17 Jahren war sie zum letzten Mal in Biebrich, damals noch “mit Pony und Zahnspange”, lachte sie.

Für beide Pferde eine Premiere wird die Flutlicht-Kür morgen Abend sein, ein echtes Highlight im Wiesbadener Schlosspark. Eins, das immer mit Spannung verbunden ist.

Foto: equistock.de/Hartig