Nur vier Monate Sperre für Kevin Thornton

Das FEI Tribunal hat seine Entscheidung im Fall des irischen Springreiters Kevin Thornton getroffen, der im Oktober in Cagnes-sur-Mer sein Pferd Flogas Sunset Cruise zum Tode gequält haben soll. Das FEI Tribunal hat den Reiter schuldig gesprochen und ihn vom 6. Juni an für vier Monate suspendiert – zusätzlich muss er eine Strafe von 5.000 Schweizer Franken und die Gerichtskosten von 5.000 Schweizer Franken zahlen.

Das Tribunal sagte, dass das Verhalten des Athleten “weit unter dem akzeptablen Verhalten gegenüber einem Pferd” gelegen habe und er das Pferd “wiederholt, erheblich und exzessiv” geschlagen habe und das mehr als drei Mal mutmaßlich. Die Autopsie hat zwar nicht ergeben, woran das Pferd genau gestorben ist, aber auch wenn das Pferd überlebt hätte, so die FEI, hätte sie einen Fall der Tierquälerei geöffnet. Die Verantwortlichkeit des Todes läge klar bei Thornton.

Das Urteil erscheint in dem Fall mehr als milde. Selbst FEI Generalsekretärin Sabrina Ibáñez sagt, dass sie eine viel härtere Strafe erwartet habe. Die FEI habe eine zweijährige Sperre beantragt. Allerdings sei das Tribunal unabhängig und das würden sie respektieren.

Der Verurteilte hat jetzt noch die Chance innerhalb von 21 Tagen vor dem CAS Berufung gegen das Urteil einzulegen.