Nun steht es fest: Sechs Kandidaten bewerben sich ums Präsidentenamt der FEI

Repräsentanten von sechs nationalen Föderationen haben sich um das Amt des FEI-Präsidenten beworben. Die sind:
- Pierre Genecand (SUI)
- Ulf Helgstrand (DEN)
- John McEwen (GBR)
- Javier Revuelta del Peral (ESP)
- Pierre Durand (FRA)
- Ingmar De Vos (BEL)
Die Präsidentenwahl wird am 14. Dezember während der FEI Generalversammlung in Baku (AZE) stattfinden.
Der Bewerbungsprozess begann am 14. Mai, die Deadline war der 1. September.
An dieser Stelle Kurzbiographien der Kandidaten:
Pierre Genecand, 64, wurde von der Schweizer Föderation vorgeschlagen. Von Beruf ist Genecand Geschäftsmann, Banker und Versicherungsbroker. Von 1989 bis 2003 war er Präsident beim internationalen Turnier in Genf. Er ist Mitglied in diversen Gremien im Pferdesport und Präsident des Polo Clubs Gstaad und vom Hublot Polo Gold Club.
Ulf Helgstrand, 63, wurde von der dänischen Föderation vorgeschlagen. Von Beruf ist er Arzt und er ist Professor für Gefäßchirurgie. Seit 2003 ist er Präsident des dänischen Reitsportverbands. Er war Vorstandsmitglied und Vizepräsident für zehn Jahre bei dem dänischen Warmblutzuchtverband und ist derzeit Vizepräsident in der European Equestrian Federation. Helgstrand ritt früher Dressur und hat seit 1991 ein Gestüt mit einigen Hengsten.
John McEwen, 69, wurde von der britischen Föderation vorgeschlagen. Er ist Tierarzt mit internationaler Erfahrung. Bis zu den Olympischen Spielen 2012 war er Tierarzt des britischen Spring- und Dressurteams. Von 1999 bis 2003 war McEwen Vizepräsident des Tierarzt-Komitees der FEI und ist seit 2006 dort Präsident. Außerdem sitzt er derzeit dem FEI-Gremium vor, das sich mit verbotenen Substanzen beschäftigt. 15 Jahre war er in einem Beratungs-Penal für das weltweite Wohlergehen von Pferden. Er repräsentiert die FEI auch in Sachen Pferdetransporte und im internationalen Sportpferdebereich. 2010 wurde er zum ersten Vizepräsidenten der FEI.
Javier Revuelta del Peral, 57, wurde von der spanischen Föderation vorgeschlagen. Revuelta ist Anwalt – unter anderem für die spanische Regierung. Er war in diversen Management-Positionen in spanischen und internationalen Unternehmen in den Bereichen Telekommunikation, Medien, Lebensmittel, Finanzen und erneuerbare Energien. Revuelta war selbst national und international in der Vielseitigkeit und im Springen am Start. 1996 war er Teilnehmer in Atlanta bei den Olympischen Spielen in der Vielseitigkeit, 1994 bei den FEI World Equestrian Games Teammitglied sowie ein Jahr später bei den Europameisterschaften. Seit 2005 ist er Präsident der spanischen Föderation und Mitglied des spanischen olympischen Komitees. Er züchtet und besitzt Rennpferde.
Pierre Durand, 59, wurde von der französischen Föderation vorgeschlagen. Durand hat einen Abschluss im Wirtschaftsrecht, ist ein früherer professioneller Reiter und Winzer. 1988 war er Olympiasieger in Seoul mit dem 13-jährigen Wallach Jappeloup. Außerdem nahm er 1984 an den Olympischen Spielen in Los Angeles teil und wurde 1987 Europameister. Von 1993 bis 1998 war Durand Präsident des französischen Verbands. Er hatte verschiedene Ämter in der Medien-Industrie und ist derzeit Präsident der Direktoren des französischen nationalen Instituts für Sport, Expertise und Performance.
Ingmar De Vos, 51, wurde von der belgischen Föderation vorgeschlagen. De Vos hat Abschlüsse in Politikwissenschaft, in Wirtschaftsverwaltung und internationalem sowie europäischem Recht und hat seine Karriere als Berater des belgischen Senats begonnen. 1990 wurde er Managing Direkor bei dem belgischen Reitsportverband und war Generalsekretär von 1997 bis 2011. Von 2010 bis 2011 war er außerdem Generalsekretär der European Equestrian Federation. Während seiner Zeit bei der belgischen Föderation betreute er die belgischen Teams als Chef de Mission bei allen Weltreiterspielen und Olympischen Spielen von 1990 bis 2010. De Vos ist seit 2011 FEI Generalsekretär.