Der Olympia-Kurs

Noch zwei Umläufe bis zum Olympiasieg

Noch zwei Umläufe trennen den künftigen Olympiasieger von der Goldmedaille. Der Parcours ist angerichtet. Schöne Hindernisse, neue Hindernisse, tricky Hindernisse. Vor allem die Schlusslinie des ersten Umlaufs hat es in sich. Hindernis zehn ist der breiteste Oxer im gesamten Parcours, dann kommt ein Steilsprung mit schwarzen Stangen und dann zum Schluss ein ganz luftiger Steilsprung. Auch die Dreifache ist nicht ohne – hier müssen die Pferde etwas bergauf springen, die Stangen sind farblich nicht einfach zu taxieren.

Die Zeit dürfte nicht so eine große Rolle spielen wie im zweiten Umlauf der Mannschaftsentscheidung. “Eine Sekunde freundlicher ist der Parcours”, erklärte der Parcoursdesigner Guilherme Jorge.

Der deutsche Bundestrainer Otto Becker findet den Kurs ohnehin ziemlich freundlich. “Am unteren Limit”, sagt er sogar. “Wie im Nationenpreis!” Bei Olympischen Spielen habe er etwas anderes erwartet, erklärte er. “Aber wir wollen nicht überheblich werden. Und manchmal sieht man erst beim Reiten, dass es anders läuft, als man denkt.”

Um 15 Uhr deutscher Zeit geht es los. Meredith Michaels-Beerbaum mit Fibonacci ist 22. Starterin, Christian Ahlmann und Taloubet sind als 25. dran und Daniel Deußer und First Class kommen an 29. Stelle. Es geht bei null los, das heißt, alle haben heute noch mal die gleichen Chancen (anders als bei WMs und EMs). In die zweite Runde kommen die besten 20. Daumen drücken.