U25 Nationenpreis: Niederlande

Niederlande schlägt Deutschland im ersten U25-Nationenpreis

Auf “Senioren”-Ebene ist es das ewige Duell: Deutschland gegen Holland. Nun fand zum ersten Mal ein U25-Nationenpreis in der Aachener Soers statt und auch hier waren die beiden Nachbarländer die ärgsten Konkurrenten. Am Ende setzte sich das diesjährige Partnerland des CHIO durch. Die Niederländer siegten mit 145,605 Prozent vor Deutschland mit 140,868 Prozent und den knapp dahinter liegenden Schweden mit 140,474 Prozent.

Dabei hatte der Equipechef der Holländer, Alex van Silfhout, bemerkt: “Aachen hat immer etwas Spezielles für uns. In Aachen sind wir nie gut. Dieses Jahr haben wir aber nichts zu jammern.” Stimmt.

Zufrieden sein durfte auch die beste Deutsche im Team, Bianca Nowag, die mit Fair Play zu 71,079 Prozent ritt. “Ich hatte ein sehr gutes Reitgefühl”, freute sich Nowag. “Sie war sehr konzentriert. Ich habe zwar nicht das letzte Risiko genommen, sondern wollte eine sichere Runde drehen.” Vor vier Jahren kam die Westfalen Stute zu Nowag in den Stall, war damals zwar schon S platziert, aber die junge Reiterin hatte noch viel Arbeit vor sich. “Anfangs war ich gar nicht so überzeugt”, schmunzelte die Reiterin. “Dass wir jetzt hier sind, macht mich ganz schön stolz. Es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht.”

Bianca Nowag & Fair Play

Bianca Nowag & Fair Play

Bundes-Nachwuchstrainer Sebastian Heinze fand lobende Worte dafür, dass nun in der Soers erstmals ein U25-Nationenpreis ausgeritten wurde: “Es ist toll, dass wir uns hier messen können eineinhalb Monate vor der EM. Vor allem, weil die Holländer ihre besten Paare geschickt haben. Da weiß dann manch einer, der sich vielleicht schon sehr sicher war, dass er noch etwas tun muss. Außerdem lernen die Reiter, mit der Drucksituation umzugehen.”

Damit bezog sich Heinze auch auf die Teamreiterin Lisa-Maria Klössinger, deren FBW Daktari v. Donautanz sehr umweltbezogen ist. “Das Viereck ist schon anders”, musste die bayerische Reiterin zugeben. “Da war mein Pferd doch etwas eingeschüchtert.” Ebenso wie Klössinger ritt Juliette Piotrowski mit Sir Diamond zu 69,789 Prozent.

Fotos: Karl-Heinz Frieler/Stefan Lafrentz