Normandie

Neue FEI-Entscheidung im Widerspruch zu “mehr Flaggen”?

Eigentlich – so die langjährige politische Linie der FEI – fördert man im Weltverband des Reitsports das Hervorbringen kleinerer Nationen. Immer wieder wird betont, wie wichtig es sei, “mehr Flaggen” an den Start zu bringen, nicht nur bei Olympischen Spielen. Die Globalisierung soll Einzug in den Reitsport halten. Doch nun gibt es ein neues Qualifikationskriterium für die nächsten Weltreiterspiele, das im Widerspruch zu dieser Leitlinie steht. Wie dressage-news.com vermeldet, muss man als Dressurreiter für die WEG in Tryon 2018 zwei Mal mindestens 66 Prozent auf einem CDI3* oder höher als Leistung erbringen, während es in der Normandie nur 64 Prozent waren. Jede nationale Föderation kann die Kriterien persönlich festlegen, aber niedriger als 66 Prozent dürfen sie nun nicht liegen.

Wie dressage-news.com herausgearbeitet hat, waren es in der Normandie von den 100 Kombinationen auf der Startliste des Grand Prix 24 Pferde und Reiter von 19 Nationen, die Ergebnisse unter 66 Prozent hatten. 14 dieser 24 Paare hatten sogar Ergebnisse unterhalb von 64 Prozent.

Da in der Normandie häufig die mangelnde Qualität angesprochen wurde, ist die Entscheidung der FEI allerdings zu begrüßen!

Foto: FEI/PSV J. Morel