Billy Twomey & Diaghilev

Nach 19 Jahren gewinnt mit Billy Twomey ein ausländischer Reiter das Deutsche Spring-Derby

Einfach ein absolutes Highlight im Turnierkalender bleibt das Hamburger Spring-Derby mit seinem unglaublich schweren Parcours, der bei jedem Ritt für mächtig Spannung sorgt. Auch wenn seit einigen Jahren die Entwicklung so ist, dass Reiter und Pferde immer besser vorbereitet nach Hamburg kommen, so ist eine Nullrunde doch auch immer mit etwas Glück versehen. Das hatte in diesem Jahr keiner. Stattdessen kam es zu einem Mammut-Stechen mit neun Paaren – etwas, was das Hamburger Derby noch nicht gesehen hat.

Am Ende war es mit Billy Twomey der erste ausländische Reiter nach 19 Jahren, der das Derby für sich entscheiden konnte. Mit Diaghilev ritt er beherzt im noch immer langen Stechparcours (49,96 Sekunden benötige er) nach vorne und setzte seine Konkurrenz damit zu sehr unter Druck. Platz zwei ging an Nigel Coupe (GBR) mit Golvers Hill, Dritter wurde Andre Thieme (GER) mit Voigtsdorfs Quonschbob. Als beste Amazone im Feld belegte Janne Friederike Meyer mit Cellagon Anna Rang vier.

Billy Twomey & Diaghilev

Billy Twomey & Diaghilev

“Ich bin natürlich hocherfreut über diesen Sieg. Diaghilev ist ein tolles Pferd, er hat schon viele Große Preise gewonnen und war auch schon im Derby von Hickstead toll unterwegs, freute sich Billy Twomey, dessen Pferd eben nicht zu den klassischen Derby-Spezialisten zählt. “Wenn man sich so anguckt, wer dieses Springen schon alles gewonnen hat, bin ich sehr glücklich darüber, mich jetzt in diese Namensliste legendärer Springreiter eintragen zu dürfen.”

Auch aus Veranstaltersicht war das Hamburger Derby hoch erfolgreich. Bei bestem Wetter kamen 91.000 Besucher nach Klein-Flottbek. Ein neuer Rekord.

Fotos: Stefan Lafrentz