Jörne Sprehe & Luna

Mit Schnelligkeit und Glück zum Sieg im Großen Preis von Frankfurt: Jörne Sprehe und Luna

Der Große Preis in der Frankfurter Festhalle wurde zu einer sportlich besonderen Herausforderung: 19 Teilnehmer hatten es ins Stechen geschafft. Das bedeutete, dass es schnell werden musste. Taktieren funktioniert in so einem großen Stechfeld eher nicht, zumindest nicht, wenn es um den Sieg geht. Großes Risiko nahmen viele, doch am Ende setzte sich ein Pferd durch, das dafür bekannt ist, wieselflink zu sein: Luna. Die L’Avian-Tochter und Jörne Sprehe hatten in diesem Jahr schon auf ähnliche Weise den Großen Preis von Pforzheim gewonnen – und nun folgte der Große Preis von Hessen in Frankfurt. “Luna ist ein schnelles Pferd”, so Jörne Sprehe. “Davon profitiert man natürlich. Und das Glück lag auch mal wieder auf meiner Seite. Es passierten bei den anderen viele Fehler – und für mich galt: Kämpfen oder gar nicht.” Luna kam vierjährig in den Stall der Fürtherin. “Sie hat einen super Charakter, aber in der Halle ist sie nicht so erfahren”, erklärte Sprehe. “Deswegen bin ich unglaublich glücklich.” Die Reiterin aus Bayern ließ den Belgier Constant von Paesschen hinter sich, der mit Calore van de Helle schon im gestrigen Champions Cup Dritter war. “Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie es gelaufen ist, weil das Pferd nicht so erfahren ist, aber er hat alles gemacht, was ich von ihm gefragt habe”, so der Belgier. Platz drei holte der 26-jährige Alexander Hinz mit dem zehnjährigen Oldenburger Campitello, die in diesem Jahr im Masters-Springen in Stuttgart ebenso den starken dritten Platz holten. “Das war eine unwahrscheinlich tolle Saison für mich”, freute sich Hinz. “Er hat alles richtig gemacht und es macht unglaublich Spaß, mit ihm zum Turnier zu fahren.”

Ein Erfolg war das Festhallen Reitturnier mit über 46.000 Zuschauern. Paul Schockemöhle, Mitveranstalter des Turniers: “Wir haben ein Turnierprogramm zusammengestellt, was für die Zuschauer nicht langweilig war. Wir hatten Freitagabend einen Spaßabend und waren seitdem immer ausverkauft außer heute morgen. Gestern mussten allerdings einige nach Hause fahren, die keine Karten mehr gekriegt haben. Das ist jedoch ein Luxusproblem. Wir hatten alle Tage gute Stimmung. Auch bei den Reitern habe ich nichts Schlechtes gehört, die waren gut zufrieden mit den Bedingungen. Wir hatten auch eine Pflegerlounge, die gut ankam.”

Klaus-Martin Rath, ebenso Mitveranstalter des Festhallen Reitturniers: “Wir sind sehr froh, dass wir vor einigen Jahren Paul und Bettina und ihre Crew gewinnen konnten, das Turnier so zu machen, wie wir uns das vorstellen. Ich glaube, der Erfolg gibt uns recht. Man darf aber nicht aufhören, darüber nachzudenken, was man besser machen kann.”

Foto: Karl-Heinz Frieler