Dorothee Schneider & Sammy Davis jr

Mit “meisterlicher” Leistung von Dorothee Schneider siegt Sammy Davis jr im Louisdor-Preis Finale

Was für eine enge Entscheidung im Louisdor-Preis-Finale in der Frankfurter Festhalle: Es hätte an diesem Tag definitiv zwei Sieger geben können. Und das spiegelten dann auch die Ergebnisse wieder – mit 75,440 Prozent siegte Dorothee Schneider mit dem zehnjährigen bayerischen Hengst Sammy Davis jr v. San Remo/Wenckstern vor der Norwegerin Isabel Freese mit dem neunjährigen Hannoveraner Wallach Sam’s Ass v. Samarant/Pink Ass mit 75,300 Prozent. Der San Remo-Sohn unter Schneider zeigte Höhepunkte in der Piaffe-Passage-Tour, die Pirouetten waren sehr zentriert, die Übergänge fließend. Doch der Hengst war nicht immer ganz spannungsfrei, was sich vor allem in der Schritttour bemerkbar machte. “Es war die Meisterhaftigkeit der Reiterin, dass er hier so durch die Prüfung gekommen ist”, erklärte Kommentator Dr. Dietrich Plewa. Die Reiterin selbst verdeutlichte: “Er ist sehr ehrgeizig und will alles richtig machen. Manchmal überschätzt er sich dann etwas, aber ich finde, er hat seine Sache hier sehr gut gemacht.”

Auf quasi ähnlichem Niveau bewegte sich Isabel Freese mit Sam’s Ass. Doch auch der Wallach übermotiviert, was sich bei ihm in der Galopptour auswirkte – hier wurde der Samarant-Sohn etwas eng. Dennoch: Jederzeit konzentrierte zeigte sich der Hengst, nimmt gut Last auf in den Pirouetten und Piaffen – ein Pferd mit viel Potenzial, das Freese erst seit diesem Jahr unter dem Sattel hat.

Dritte im Finale wurde die Britin Susan Pape mit dem Hannoveraner Hengst Harmony’s Don Noblesse v. Dancier/Don Davidoff (72,820 Prozent). Der Neunjährige wusste mit einem unheimlichen Gleichmaß zu begeistern, der aktuell noch Schwächen in den Wechseln zeigt, die aber laut Dr. Dietrich Plewa behebbar und nur vorübergehend sind. In jedem Fall ein Pferd mit großem Potenzial für den großen Grand Prix-Sport.

Foto: sportfotos-lafrentz.de